wenn es ein wort des sommers oder der woche gäbe: es wäre wohl judengen oder kopftuchtürkin. unser aller thilo sarazzin hat sich mal wieder gewohnt markig zu wort gemeldet und ordentlich wind gemacht. und ich frage mich, ob es nur mir so geht, dass ich im stillen denke, dass er mit manchem gar nicht so falsch liegt?
dass eure rachel etwas ganz besonderes ist, wisst ihr ja schon. nur heute fiel auch mir mal wieder ein, warum das so ist und warum ich nur texterin werden konnte und nichts anderes. Read the rest of this entry »
der streit um apple oder windows ist ungefähr so alt wie apple selbst. davor gab es keine alternative zu windows und das neue system wurde gefeiert wie der messias. hinzu kommt, dass apple unbestritten die stylischeren produkte hat, die zudem alle auch perfekt aufeinander abgestimmt sind. wer einen mac hat, hat meist auch ein iphone, einen ipod und neuerdings ein ipad. er ergibt sich freiwillig in das diktat von apple und steve jobs, der darüber entscheidet, was seine nutzer haben dürfen und zu welchem preis und was nicht.
während der rest der welt und besonders der rest berlins stöhnt, weil sie immer zu knapp zu sein scheint, hat man sie in neukölln im überfluss: zeit. zumindest drängt sich dieser eindruck auf, wenn man durch die straßen des viertels geht. eilig sollte man es nicht haben und mal eben schnell was erledigen wollen auch nicht. denn bekanntlich gibt es in neukölln ja nur migranten, taugenichtse und überschuldete hartzis, die haben nun einmal zeit. zuviel zeit. Read the rest of this entry »
neukölln ist ein schmelztiegel, sagt man. so ganz stimmt das nicht. im grunde ist neukölln aufgeteilt. in klein-türkei, klein-arabien, klein-bulgarien und so weiter. in bestimmten gegenden leben von bestimmten volksgruppen gehäuft menschen. und auch, wenn sich das ganze mittlerweile ein wenig verschiebt und vermischt, ist doch die grundstruktur noch erkennbar. ich bin damals nach neukölln gezogen, weil ich wenig geld zur verfügung hatte und die günstigsten wohnungen mit trotzdem günstiger verkehrsanbindung nun einmal in neukölln sind. ich mag mein neukölln. es ist bunt, es ist divers und es wird nie langweilig. ich habe hier (fast) alles, was ich in mitte auch finde, nur sind es eben eventuell keine gucci-schuhe, sondern die preisgünstige variante.
wir müssen vertrauen können. wir benötigen vertraute, um zu leben und wir müssen vertrauen, um zu überleben. der kassiererin im supermarkt müssen wir soweit vertrauen können, dass sie uns nur den betrag berechnet, den wir zu zahlen haben. dem arzt müssen wir vertrauen, dass seine diagnose richtig ist und die medikation hilfreich sein wird. unserem partner müssen wir vertrauen können, um uns sicher zu fühlen.
nach einem fulminanten auftakt des dfb-pokals mit einem 5:0 gegen union berlin zeigte werder bremen die gesamte saison über solide leistungen. in der europa-league scheiterten “wir” erst im halbfinale und in der bundesliga landeten wir immerhin auf platz 3. im gegensatz zur vergangenen saison definitiv eine verbesserung.
werte haben und leben – das klingt unglaublich gut und immer ein wenig nach gutmenschentum. und jeder von uns würde von sich jederzeit behaupten, werte zu haben und zu pflegen. und doch winkt der verfall von werten, besonders in zwischenmenschlichen beziehungen, an jeder ecke. besonders hässlich ist diese fratze im internet.
am sonntag ist ostern, der tag, an dem jesus wieder auferstanden sein soll, nachdem er am karfreitag gekreuzigt worden war. und es gibt wohl kaum einen besseren zeitpunkt, sich über seinen glauben und die institution kirche gedanken zu machen, als das höchste fest der christenheit.
wow, ist der groß! staunend schaue ich ihm dabei zu, wie er immer größer und voluminöser wird. als er schließlich nicht mehr wächst, nehme ich ihn in die hand. er ist so groß, dass meine hand ihn nicht umfassen kann. ich stelle mir vor, wie er sich in meinem mund anfühlen wird, wenn ich an ihm knabbere. ich stelle mir vor, wie es sich anfühlen wird, seinen inhalt aufzunehmen und zu schlucken. ich stelle mir vor, wie es sein wird, ihn in mir zu spüren.
zärtlich nehme ich ihn in die hand. spüre ihn. so weich und gleichzeitig kraftvoll, fast pulsierend. so stark, und doch gemacht, um vergnügen zu bereiten. ich koste ihn ein wenig, lecke an seiner spitze. doch dann übermannt mich die lust und ich öffne weit meinen mund. und beiße endlich in meinen perfekten dürüm döner.
anspruchsvoll zu sein ist keine schande, denn wir alle erwarten von unserem leben eine gewisse qualität. da ist es normal, beim einkaufen, essen und auch bei der partnerwahl auf bestimmte qualitätskriterien zu achten.
vor nicht einmal einer stunde stellte ich via twitter meinen follower die frage, wie lange sie warten würden, bevor sie beim verdacht auf häusliche gewalt die polizei einschalten würden. drüben brüllte und knallte es, eine weinende und schreiende stimme war zu hören. meine nachbarn sind des öfteren laut und vorsichtig ausgedrückt temperamentvoll, doch solche geräusche waren mir neu.
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vermummte gestalten kämpfen sich durch vereiste straßenschluchten. dicke stiefel an den füßen, mollige mäntel an den körpern, breite schals um die hälse und mal mehr, mal weniger schöne mützen auf den köpfen rutschen sie über die rutschbahnen, die die stadt berlin ihren bewohnern großzügig zur verfügung gestellt hat. die ganze stadt ist eine eisbahn – wer kann das schon von seiner stadt behaupten?
wow, was für ein abend. ein rauschendes fest. der stress hat sich voll gelohnt und das ergebnis übertraf die erwartungen um längen. was ist passiert?
twitter kann wunderbar sein. twitter kann grausam sein. twitter kann überfordern. aber vor allem kann twitter eines: süchtig machen. wenn man nun bemerkt, dass man sich abhängig macht von diesem internet-dings – was dann?
dieses leben 2.0 – für einige ein mysterium, das sie nie verstehen werden, für andere der fehlende teil, der ihr leben erst lebenswert macht. oft habe ich im letzten halben jahr gehört, dass man sich um mich sorge, weil ich soviel online bin, weil ich soviel twittere. aber ich sage euch: ihr wisst gar nicht, was ihr verpasst, ihr 1.0er.
…werde ich jetzt die maschinen. entschleunigen. entspannen. ruhig machen. seele streicheln lassen. mich verwöhnen lassen. mit meinem hund im schnee toben. unterm weihnachtsbaum sitzen.
ruhe. einfach nur ruhe. akkus aufladen. die sind leer jetzt. das war ein aufregendes jahr. es war viel los, viel gutes, viel schlechtes, noch mehr schönes. ich habe tolle menschen kennengelernt, viel erlebt, ich ziehe eine sehr positive bilanz dieses jahres. und doch: jetzt sind die akkus leer.
darum: runterfahren.
ich wünsche euch allen da draußen schöne feiertage, ruhe, entspannung und liebe.

so wie männer der meinung sind, dass es dinge gibt, die ein mann unbedingt mal gemacht haben muss, um ein echter kerl zu sein, gibt es auch solche dinge für frauen. das sind so sachen wie das erste mal einen mann ansprechen, mit einem verheirateten mann schlafen oder auch das erste drei-gänge-menü kochen. und: der erste besuch im waxing-studio.
das jahr neigt sich in riesenschritten dem ende zu und irgendwie machen alle jetzt ein resümé des jahres, ziehen bilanz und planen für das neue jahr. nun, mir geht es ähnlich, war dies doch ein sehr bewegtes und aufregendes jahr mit vielen bergen und tälern.
