der letzte drache

hinter dem dunklen wald liegt ein felsen. in diesem felsen gibt es eine höhle. in dieser höhle lebt ein drache. er ist riesig, größer als ein hochhaus. und er ist der letzte seiner art. viele geschwister hatte er noch vor einem jahr, doch eine unerschrockene drachentöterin zog durchs land.

den ersten drachen konnte sie noch recht leicht erschlagen. er war so überrascht, dass er sich kaum wehren konnte. doch ein troll erzählte seine geschichte dem wind und dieser den adlern und diese wiederum dem nächsten drachen. zunächst lachte der. eine frau, die drachen erschlägt? lächerlich. schließlich sind frauen doch schwache, verletzliche wesen. sie kreischen, wenn man sie scharf anguckt und zicken rum, wenn man zu spät nach hause kommt. sie wollen immer diskutieren und können einfach nicht verstehen, dass ein drache eben ab und zu in seine höhle gehen muss. und es unglaublich viel spaß macht, aus dieser höhle heraus mit steinen nach ihnen zu werfen oder ein bisschen feuer in ihre richtung zu spucken, damit ihre haare ankokeln. natürlich nur ein bisschen. tihi.

und so ein schwaches wesen voller fehler lief nun also durchs land und hatte sich vorgenommen, innerhalb eines jahres alle drachen aus dem weg zu räumen? lächerlich. so dachte der drache. dann sah er sie. sie sah aus wie eine der normalen prinzessinnen, die er sonst entführte oder fraß. sie lächelte ihn offen an und ihre blauen augen blitzten dabei und strahlten. ein wenig schwummerig wurde dem drachen da und seine schwanzspitze zitterte leicht.

sie setzte sich mit ihm ans feuer, brachte ihm tee und essen, wartete bis er satt war, gab ihm bier und ließ ihn seinen kopf auf ihren schoß legen. zärtlich streichelte sie seine schuppige haut, strich sanft über seine nüstern, die ein wenig verbrannt vom letzten feuerchen waren und wartete, bis er eingeschlafen war. dann zog sie ihr messer und tötete ihn.

so machte sie es mit vielen drachen. als das jahr sich dem ende neigte, war nur noch ein drache übrig. mutig machte sie sich auf zu seiner höhle. sie wusste nur, dass er der größte von allen war, weder, wie er hieß noch wie er wirklich aussah. als sie der höhle näher kam, sah sie rechts und links des weges die knochen und rüstungen seiner früheren opfer und derer, die bereits erfolglos versucht hatten, ihm den garaus zu machen. doch das schüchterte sie nicht ein, sie hatte schließlich ihre strategie.

drachen sind archaisch veranlagt, sie mögen festgefügte konservative strukturen. frauen machen die hausarbeit und schlagen die augen nieder, männer jagen die beute und beschützen das haus. wenn sie dem drachen keinen respekt erweisen, werden sie zuerst geräuchert und dann gefressen. vorher spielt der drache mit ihnen wie die katze mit der maus. kurz: ihr respekt vor weiblichen wesen beschränkte sich auf jungfrauen, allerdings nur so lange, wie sie den haushalt ordentlich führten und keine widerworte gaben.

das alles wusste die drachentöterin natürlich und war gut vorbereitet. in ihrem bündel trug sie die zutaten für ein leckeres abendmahl. außerdem hatte sie haselnusswaffelröllchen dabei. aus irgendeinem grund mochten drachen diese dinger unglaublich gern. und zu guter letzt hatte sie besten schwarzen tee besorgt. für sich selbst hatte sie kräutertee dabei. drachen lebten noch immer in dem glauben, dass frauen, die süße früchtetees tranken, schwanger werden wollten. und sie wollte kein aufsehen erregen.

wie es der zufall wollte, wartete der drache auf eine jungfrau aus der stadt, die er tags zuvor eingefordert hatte. als er unsere mutige drachentöterin sah, hielt er sie für das unglückliche mädchen, das er abends fressen wollte und war sehr zufrieden, dass sie so überpünktlich war. aber der drache wohnte seit mehr als 10 jahren in deutschen landen, da wusste er inzwischen, dass pünktlichkeit hier groß geschrieben wurde.

“du kommst früh!”, rief er ihr entgegen. “danke, meister”, antwortete sie (drachen lieben es, mit meister angesprochen zu werden). zufrieden schnaubte er und fragte: “was hast du denn in dem bündel?” “abendessen, mein held”, sagte sie, denn auch damit konnte sie einem drachen bekanntermaßen schmeicheln. “ooouuuh, wie schön. dann fresse ich heute abend das und morgen dich.” sie strahlte ihn mit ihren blauen augen an und ging selbstbewusst an ihm vorbei. “hmmm?”, fragte er in die leere luft vor ihm. das war ihm noch nie passiert, dass eine frau so ohne angst an ihm vorbeigegangen war. er drehte sich um, was eine weile dauerte bei seiner größe. drinnen stand die junge frau mit den fäusten in die hüften geballt: “na hier siehts ja aus wie wei drachens zuhause! du räumst jetzt erstmal auf, ich mache das essen.” zuerst wollte der drache sich wehren und sie an ort und stelle fressen für ihre respektlosigkeit. aber irgendwie gefiel es ihm auch und ganz unrecht hatte sie ja nicht, es sah wirklich schlimm aus in der höhle.

so räumte der drache seinen kram von rechts nach links und zurück, fegte ein wenig lustlos die knochen zusammen und schaute ab und zu verstohlen zu seinem gast. dieser war beschäftigt damit, eine von drachens leibspeisen zu bereiten: hackfleischsuppe. während die suppe köchelte, fragte sie nach dem teekessel. “ich möchte dir einen schönen, heißen tee zubereiten nach dem essen.” “und was trinkst du?” fragte der drache argwöhnisch. “kräutertee. was denn sonst? will ich etwa schwanger werden?” der drache zog anerkennend die augenbrauen hoch und setzte den teekessel für sie auf. “du kannst schon mal platz nehmen”, sagte die drachentöterin. das ließ sich der drache nicht zweimal sagen und als er sah, was es zum essen gab, war er schon fast ein bisschen verliebt. mit dem größten vergnügen schlürfte er seine lieblingssuppe und rülpste. ein kleiner rauchkringel stieg daraufhin aus seinem linken nasenloch.

die drachentöterin servierte ihm seinen schwarzen tee und stellte ihre tasse ebenfalls auf den tisch. dann holte sie ihr bündel, in dem ihr letzter trumpf lag: die haselnusswaffelröllchen. der drache hatte herzchen in den augen. sie sagte zu ihm: “entspann dich. komm, leg deinen kopf auf meinen schoß. das magst du, oder?” und wie alle anderen drachen genoss er ihr streicheln, ihre sanften berührungen und war hypnotisiert von den blauen augen, die er immer sah, wenn er seine kurz öffnete. er schnurrte wie ein kätzchen. langsam entspannten seine muskeln und er schlief ein. nun war es zeit für den letzten akt. die drachentöterin zog den großen dolch. sie wusste genau, wo drachen am verletzlichsten sind. ein stich, der drache riss die augen auf. “du?” fragte er. sie lächelte ihn kalt an:

“du wirst keiner frau mehr wehtun.”

geburtstagshuddelei für einen der besten

es begab sich im april 2009, dass ich mich bei twitter anmeldete. recht schnell kam ich in persönliche kontakte und recht schnell wurde die erste lesung ausgerufen: “sechs herrengedecke und ein sessel aus plüsch”. dort traf ich zum ersten mal auf ihn. beziehungsweise auf seinen hinterkopf. einige wochen später gab es den ersten jourfitz und dort sollte ich auch den rest kennenlernen. als ich allein die lokalität betrat, wartete er schon auf mich: @wikipeter. Read the rest of this entry »

der tag, der die frauenwelt veränderte

es war der 12.12.2011, der tag, der die welt veränderte. überall herrschte entsetzen in kliniken und praxen, die sich auf schönheitschirurgie spezialisiert hatten. die börsen brachen ein, weil die aktien der kosmetikindustrie sturzartig fielen und alle zulieferer mit sich rissen. junge und ältere frauen in aller welt standen verwirrt vor ihren spiegeln und fragten sich, was sie um himmels willen nun tun sollten. was war geschehen?

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reden ist…

…gold, schweigen ist alufolie.

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lügen essen vertrauen auf.

occupy wird gewaltsam aufgelöst, bundestrojaner werden eingesetzt und in den medien gibts dazu: genau nichts. oder nur sehr wenig. und das dann entweder abwinkend oder polarisierend.

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shit happens. und wer räumt auf?

scheiße passiert, sagt man. dank der schwerkraft liegt sie dann irgendwo rum und dank des zusammenspiels von bakterien und geziefer stinkt sie übel. der mensch ist also bemüht, scheiße loszuwerden.

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neulich abends.

mit dem teller dampfender schmorgurken an pellkartoffeln und buletten á la rachel schlurfe ich ins wohnzimmer. auf dem weg, der erste haps, das ist immer der beste. ich fläze mich auf mein sofa und möchte mich verdummen lassen. es läuft irgendeine soap. und dann: werbepause. nun gut, auch egal, konzentrier ich mich eben derweil auf mein essen. soll man ja eh.

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huren und heilige.

neulich im bus saßen zwei jungs mir gegenüber. beide offenbar mit diesem sogenannten migrationshintergrund. erkennbar zum einen am südländischen aussehen, zum anderen am gebrochenen deutsch. ich schnappte einen gesprächsfetzen auf. junge 1 erklärte: “kannst du nisch einfach mit frau sssusamm sein. musstu heiraten.” junge 2 etwas erstaunt: “escht?” junge 1 bierernst: “escht.” junge 2 denkt kurz nach und fragt: “deutsche auch?” junge 1 erwidert wissend: “nee, deutsche nisch. die kannssu ficken, aba nisch heiraten. sagt mein bruda.” junge 2 staunt und schweigt. Read the rest of this entry »

stark. sein.

“und du denkst, ich bin stark und ich kenn den weg/ und du bildest dir ein, ich weiß wie alles geht.” (ich+ich)

“was uns nicht umbringt, macht uns hart”, heißt es im volksmund. sind darum so viele der unglaublich starken und schönen menschen um mich herum tief im inneren so traurig, so verbittert? Read the rest of this entry »

ich will dich – und dich und dich und dich…

“das war toll, dieses wochenende. tantra ist ja die beschäftigung mit der heiligen sexualität als therapeutischem ansatz. hach! großartig. und ich hab mich da verliebt. und weißt du was? sie will eine offene beziehung. genau wie ich.” “ich kann ja mit dem begriff  ‘offene beziehung’ nicht so wirklich was anfangen. was meinst du denn damit?” “naja, eben dass man sich nicht gegenseitig einsperrt.”

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let’s dance!

gesellschaftstanz ist ja nicht wirklich hip. angestaubte verhaltensregeln, verkrampfte teenies in der tanzschule und dann dieses zusammengetanze! cool ist anders. Read the rest of this entry »

das ist doch nicht normal!

“du bist doch nicht normal!” – diesen satz haben wir alle schon mal gesagt oder gehört. dahinter steht eine der ewigen fragen: was ist denn eigentlich normal?

laut duden bedeutet normal: der Norm entsprechend; vorschriftsmäßig; so [beschaffen, geartet], wie es sich die allgemeine Meinung als das Übliche, Richtige vorstellt;(umgangssprachlich) normalerweise; (veraltend) in [geistiger] Entwicklung und Wachstum keine ins Auge fallenden Abweichungen aufweisend.

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wonderwomans sorgen.

der liebe gott ist ein guter. nur manchmal greift er daneben. bei der erschaffung einiger menschen muss er mächtig verkatert gewesen sein oder diese haben es einfach geschafft, unbemerkt den raum zu verlassen, als intelligenz und andere unwichtige dinge verteilt wurden.

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leben am limit.

die letzten wochen waren wunderschön. sie waren auch sehr anstrengend. aber die guten gedanken überwiegen. dabei muss ich immer daran denken, was @wikipeter vor kurzem zu mir sagte: “du solltest dir ein tagebuch für die schönen momente anlegen, um dich in schlechten zeiten in solche momente reinfühlen zu können.” recht hat er. trotzdem gibts das tagebuch noch nicht. noch vertraue ich auf die speicherkapazität meines hirns, das eh jeden mist über jahre und jahrzehnte en detail speichert.

besonders in den vergangenen monaten war mein elefantengedächtnis eines meiner größten probleme. wenn der kopf immer wieder futter zum kreiseln bekommt, weil die erinnerung situationen, gespräche, kleinigkeiten ausspuckt, ist das schon echt anstrengend. “musste meditieren”, sagen die einen. “mach yoga”, die anderen. ich sag dann immer: “ich bin zu hibbelig für sowas.” in der tat schaffe ich es bestenfalls, mich auf meine cd mit dem autogenen training zu konzentrieren. darüber schlafe ich jedoch regelmäßig ein und ich habe mir sagen lassen, das sei nicht der sinn der sache…

meiner erfahrung nach hilft mir ruhe aber auch nur bedingt dabei, innere konflikte zu lösen. was ich in solchen zeiten brauche, ist die totale auslastung. sowohl beruflich als auch privat. leben am limit. am limit der totalen erschöpfung. ich brauche menschen um mich herum, die mich bestätigen. ich brauche jobs, die ich gut machen kann. dann gehts mir gut. jaja, ich weiß, das klingt nach ads. isses aber nicht.

ich denke, jeder von uns hat dann und wann das bedürfnis nach ungeteilter aufmerksamkeit. danach, dass sich eine runde um ihn bildet. danach, reale oder virtuelle beileids- und/oder mitfreubekundungen zu erhalten. nicht umsonst sind wir bei twitter und/oder facebook und teilen bestimmte dinge mit anderen. ich gebe zu, dass ich da gerade in den letzten monaten das eine und auch andere mal übers ziel hinausgeschossen bin. nur: wenn ich eines gelernt habe in den vergangenen zwei jahren, dann, dass ich gefühle kanalisieren muss. dazu gehört, sie zu äußern. unmittelbar. sofort. jetzt gleich, in dem moment, in dem ich sie habe. ansonsten ersticke ich daran. oder laufe gefahr, wieder die zu werden, die die meisten von euch nie kennengelernt haben. das will ich nicht und glaubt mir, ihr wollt das auch nicht.

ich sage danke für viele besondere momente, kleine gesten, große worte. insbesondere sage ich danke: @tigermiezekatz, @jane_elektrik, @ennomane, @tiniaden, katja, anto und unzähligen anderen. ohne euch wäre mein leben öde und leer.

integration? das ist doch der gipfel!

gehört der islam zu deutschland? ist der islam eine bedrohung für das abendland? droht uns allen der terror? heute ist mal wieder deutsche islamkonferenz. oder auch integrationsgipfel. oder auch einfach mal wieder eine gelegenheit, prima aneinander vorbei zu reden.

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das phänomen charlie sheen

charlie sheen ist ein arschloch, säufer, kokser, frauenschläger und hat mit sicherheit schwerwiegende psychische probleme. trotzdem ist sein ruhm ungebrochen. ja es scheint geradezu, als würde jede neue eskapade nur mehr fans produzieren. was ist so faszinierend an diesem mann, dass er sich quasi alles erlauben kann?

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wann ist ein mann ein traummann? vol. III

alle zutaten für einen traummann bezüglich aussehen und körper sind sinnlos, wenn die viel besungenen inneren werte nicht stimmen. also jetzt nicht die werte zum blutdruck oder die leberwerte, sondern die werte bezüglich emotionaler und menschlicher kompetenz und intelligenz.

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nachdenkliches.

gerade bin ich nachdenklich geworden. nicht, dass ich sonst sorglos durch die gegend hüpfen würde und von blüte zu blüte flattern. aber ein link hat mich nachdenklich werden lassen über ein thema, das mich schon länger beschäftigt.

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wann ist ein mann ein traummann? vol. II

der traummann… ist für die meisten frauen ein traum. aber träumen ist ja nicht verboten. also backe ich weiter. beim letzten mal ging es hauptsächlich um das aussehen. dieses mal geht es um den körper.

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wann ist ein mann ein traummann? vol. I

schön, wenn frau so ein eigenes blog hat. hier darf sie träumen, wüten, sich ausweinen und phantasieren. und sie darf sich einen traummann backen.

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