suche model, biete bierbauch

anspruchsvoll zu sein ist keine schande, denn wir alle erwarten von unserem leben eine gewisse qualität. da ist es normal, beim einkaufen, essen und auch bei der partnerwahl auf bestimmte qualitätskriterien zu achten.

wenn aber jemand lange single ist, hört er ab einem bestimmten punkt immer wieder: „deine ansprüche sind einfach zu hoch!“. ja, ich gebe zu, es ist schon ziemlich vermessen, dass ich mir jemanden an meiner seite wünsche, der nicht nur unartikuliert grunzt, der tischmanieren hat und nicht aussieht wie der glöckner von notre dame. würde mein anspruchsdenken nur so weit gehen, hätte ich mir längst meinen boxer geholt und wäre glücklich.

begegnet man nun aber im leben als singlefrau verschiedenen männern, so wird einiges auffällig. zum einen, dass der spruch aus „sex and the city“ (bei singlemännern über 30 stimmt was nicht) leider sehr wahr ist. die meisten männer tragen in diesem alter altlasten mit sich herum, von denen wir frauen uns selbstverständlich nicht freisprechen können. das führt jedoch dazu, dass viele männer aus lauter angst, dass sie wieder so eine wie damals abbekommen könnten, lieber gar nicht erst anfangen.

dann gibt es die, die seit ihrem 18. lebensjahr ihr beuteschema nicht geändert haben: jung, knackig, naiv und schön einfach zu handeln. kinder darf sie nicht mitbringen, seine soll sie jedoch akzeptieren. ebenso wie seine liebe zum cabrio, seine zahlreichen dienstreisen und die affäre mit der sekretärin. im gegenzug bieten sie immerhin: sich. oft genug ein astralkörper, der von sich sagen kann, dass er bier sehr gern trinkt. haare waren auch mal mehr auf dem kopf, dafür nehmen sie eben jetzt am rücken zu. ist doch auch schön?

nicht zuletzt zu erwähnen die beziehungspaniker, die wegen der möglicherweise in einer beziehung zu verpassenden chance eines whirlpools voller supermodels alle frauen mit abschätzenden blicken mustern und sie bestenfalls als notlösung betrachten. bis das supermodel kommt. bis dahin sind sie dann runzelig und dicklich geworden und kein model der welt, geschweige denn der a-kategorie würde sie mehr anschauen, aber hey, wer weiß. irgendwann sitzen doch alle männer im pool mit 72 jungfrauen, oder wie war das?

meine absoluten lieblinge sind jedoch männer in beziehungen, die irgendwann merken, dass das irgendwie grad doof läuft. nun gäbe es ja die möglichkeit, das anzusprechen. das wäre allerdings zu einfach und es könnte ärger verursachen. außerdem kocht die alte gut und die wäsche ist frisch. also flugs in lustige netzwerke eingewählt, einen schönen avatar oder ein nettes profil ausgesucht und flirten. meist bleibt es dabei, oft jedoch nicht. und dann wohl dem, der weiß, was ihn erwartet. ob das den ansprüchen genügen wird?

und bei euch so?

2 Responses

  1. mj Says:

    nice 😀

  2. Kai Says:

    Ein vielschichtiges Thema und aus dem Blickwinkel eines Mannes nicht weniger kauzig zu betrachten. Ab einem gewissen Alter nimmt die Gewohnheit überhand und die Bereitschaft im eigenen Leben Platz zu schaffen für einen anderen Menschen sinkt beinahe täglich. Kein Wunder, im Grunde geht es uns doch gut und lediglich die zeitweilige Einsamkeit ist Antrieb für den Wunsch nach Nähe.
    Solange allerdings die wirkliche Bereitschaft fehlt, für jemand „Fremdes“ nicht nur die Zahnbürste ein Stück zur Seite zu schieben, solange wird es immer irgendwo irgendwie klemmen. Dann spielt es auch keine Rolle wo die Körperbehaarung sprießt, wieviel die Waage anzeigt oder ob der nächste Urlaub kinderfreundlich sein muß. In unserer Gesellschaft wird es immer schwieriger die gemeinsame Basis zu finden, denn blöderweise liegt das nicht nur bei einer Person. 🙂

    Danke für diesen Blogpost.

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