das streben nach glück

irgendwo muss vor nicht allzu langer zeit ein ausverkauf an will smith-filmen stattgefunden haben. und pro7 hat zugeschlagen. jetzt werden die filme einer nach dem anderen rausgehauen. letztes wochenende war es hitch, gestern das streben nach glück und bad boys 2. mal sehen was noch so kommt.nächsten sonntag gibts ja erst mal passend zum start von illuminati den da vinci code. bei der gelegenheit werden sicherlich auch wieder die zahlreichen galileo-dokus herausgeholt, die schon zum kinostart von sakrileg keinerlei mehrwert an informationen zum thema brachten.

aber worum es mir eigentlich ging, war das streben nach glück. ein film, den man auch „das leben ist kein ponyhof“ hätte nennen können. ich mag will smith, wirklich, er hat auch in diesem film eine solide leistung abgeliefert. aber die story? grenzwertig. nach langem ehekrach alleinerziehender vater muss sohn, geldverdienen und arbeit unter einen hut bringen. er arbeitet für lau bei einem finanzdienstleister in der hoffnung auf eine festanstellung. zwischendurch fehlt das geld, sohn und vater ziehen ins hotel. beim streichen der alten wohnung holt ihn die polizei, weil er strafzettel nicht bezahlt hat. naja, da muss er dann schon recht lange alle mahnungen ignoriert haben, oder? aber man fängt sich wieder, irgendwie schlägt man sich durch und dann das:

das finanzamt pfändet das konto, weil vater keine steuern bezahlt hat. noch 20 $ auf dem konto, zieht er nun mit sohn von übernachtung in toilette bis obdachlosenheim durch die stadt und ab hier wirds grenzwertig. der bengel sollte fünf sein. das wäre der punkt gewesen, an dem er die mutter hätte in die pflicht nehmen müssen. natürlich tut er das nicht, sondern sagt niemandem etwas davon, typisch mann, ich kann das alleine.

natürlich gibts auch noch eine rührselige kirchenszene mit gospelgesang, um das amerikanische bild zu komplettieren. und natürlich wird vater erfolgreich und reich.

was lernen wir daraus? wer strafzettel und steuern nicht bezahlt, muss nur hart arbeiten und immer pünktlich am obdachlosenasyl stehen, dann wird das wieder? das streben nach glück bezieht sich immer wieder auf thomas jefferson und seine unabhängigkeitserklärung, soll wohl eine liebeserklärung an den amerikanischen traum sein. geworden ist es ein mittelmäßiger hollywoodschinken mit einem guten will smith und seinem überragenden sohn.

und bei euch so?

3 Responses

  1. Uwe Says:

    dann wollen wir mal hoffen, das „die legende von bagger vance“ auch bald gesendet wird. einer meiner absoluten lieblingsfilme. ist wie „die verurteilten“ – hundert mal gesehen, aber man bleibt beim zappen immer wiederhängen.
    für mich das erste mal, dass ich will smith als ernsthaften schauspieler wahrgenommen habe.

  2. rachel Says:

    und was ist mit highlander? immer noch in der liste? 😉

  3. Uwe Says:

    logisch! wer erstmal in meiner liste ist, fliegt nie wieder raus.
    ein film, der definitiv auch nach deinem geschmack sein sollte:
    in china essen sie hunde.
    dänischer schwarzer humor vom feinsten. wirst du lieben! unbedingt ausleihen und ansehen.

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