bis auf die nackte haut von dita blamiert

…haben sich die deutschen grand prix teilnehmer. mann, was für eine blöde performance! was haben sich alex christensen und oscar aus der tonne da bloß gedacht? als garant für einen eventuellen sieg eine stripperin dazuholen, denn sex sells und zieht immer? sollte das die russen und den rest europas beeindrucken? oder sollte es nur von den peinlichen silberhosen von oscar ablenken?

der grand prix ist ja seit jahren nur noch eine klüngelveranstaltung, bei der sich die balkanstaaten und die osteuropäer immer lustig gegenseitig die punkte zuschieben. doof nur, dass deutschland offensichtlich nicht so beliebt ist, denn nicht einmal von direkten nachbarn oder von staaten wie der türkei bekommen wir wirklich punkte.

nunja, gewonnen hat diesmal norwegen, absolut zu recht. ein cooles lied, ohne viel tamtam drumrum, ohne stripperin, ohne eisläufer, ohne grünen spiderman im pailettenanzug, sondern ein junger mann (alexander rybak), seine geige (und mann, kann der fiedeln!), drei tänzer, die sich die seele aus dem leib gehüpft haben (aber cool!) und zwei sängerinnen. das lied erinnerte mich an einen meiner lieblingsfilme, „big fish“ oder auch an „pushing daisies“, es ist zauberhaft, märchenhaft, macht spaß und lässt träumen. mir gefällts und ich hoffe, dass wir vom diesjährigen grand prix gewinner mehr hören.

wollt ihr noch mal sehen? da habt ihr!

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so, und nun wollen wir hoffen, dass aus deutschland nächstes jahr mehr kommt als nur ein lied, dass so nichtssagend ist, dass es eine stripperin braucht, um wahrgenommen zu werden. zumal alex christensen auf dita von teese erst hinweisen musste, damit die rotierenden bühnenkameras sie überhaupt ernst nahmen. sie tat mir auch ein bisschen leid, weil sie aussah, als wüsste sie nicht so recht, was sie da soll. naja, die hoffnung stirbt zuletzt.

und bei euch so?

9 Responses

  1. Christian Mund Says:

    Über die Güte unseres Beitrage ist alles gesagt, von Dir und anderen. Dass aber qualitativ ansprechende Beiträge, ich denke hier an Portugal oder Frankreich, auch irgendwo im punktemäßigen Mittelmaß versandet sind zeigt doch, wo dieser Wettbewerb angekommen ist. Alleine die Tatsache, dass kaum noch ein Beitrag in seiner Muttersprache vorgetragen wird finde ich mehr als einen Gedanken wert und bedaure dies. Alles läuft auf Massenkompatibilität und Kommerz hinaus. An ein klein wenig mehr Individualität der Beiträge in Zeiten des Grand Prix de la … vor 20 plus x Jahren glaube ich mich zu erinnern. Kann mich aber auch täuschen.
    Ob Roger Cicero oder Texas Lightning, ob Gracia oder Guildo Horn: Seit Nicole ist vieles ausprobiert worden. Texas Lightning z. B. wurden vor drei Jahren große Chancen eingeräumt, am Ende war es der 15. Platz. Dass eine etwaige Unbeliebtheit Deutschlands hier große Auswirkung hat glaube ich persönlich nicht.

    Ich selbst habe mir den ESC schon jahrelang nicht mehr ‚reingezogen‘ und ihn auch dieses Jahr nur gesehen um mittwittern zu können. Und hier hatte ich einen Riesenspaß wie schon lange nicht mehr. Danke.

  2. Uwe Says:

    ich bin kein freund von alex christensen aber unser lied fand ich überraschend gut. die teese hätte man sich wirklich klemmen können, bzw nicht extra erwähnen müssen. aber das lied hatte ein paar richtig nette ideen. dieses hidihidiho á la cab calloway war schon geil.

    norwegen hat auch zu recht gewonnen. aber _WAS_ bitteschön war an der nummer von aserbaidschan den zweiten platz wert? das ding war selbst unter bohlens niveau und der text könnte aus einem bravo-wettbewerb 10-jähriger stammen.

    das gleiche gilt für die türkische nummer. schon 1000 mal gehört und 1000 mal vergessen. total schrottig.

    ich werde den grand prix ab sofort boykottieren. von norwegen abgesehen hat in den letzten jahren nie der beste gewonnen. eher im gegenteil.

    unsere nummer war _NICHT_ so schlecht. dass die medien sich jetzt wieder drüber her machen – und DU auch – ist wieder typisch deutsch…

  3. rachel Says:

    üwchen, ich kritisierte nicht den song, sondern die bühnenshow. ich kann mich dumpf dran erinnern, dass wir mit guildo horn und alf igel gar nicht soooo schlecht abgeschnitten haben, im gegensatz zu so genannten „ernsthaften“ beiträgen. das lied war nicht schlecht, aber offenbar zu mittelmäßig, sonst hätte norwegen nicht gewonnen mit seinem frischen jungen sänger, der was völlig neues auf die bühne gebracht hat und es wagte, dies ohne eine riesenaufwändige show zu tun. qualität setzt sich durch. aserbaidschan habe ich nicht gesehen, kann ich nicht beurteilen. aber das scheint mir der übliche punkteklüngel zu sein.

  4. Oliver Says:

    Unser einziger Beitrag der beim Eurovision Song Contest jemals gewonnen hat war auch nur ein Mädchen was sich mit ihrer Gitarre hingesetzt und gesungen hat. Vieleicht solten sich die heute Verantwortlichen mal wieder da dran erinnern.

  5. rachel Says:

    naja, olli, ob das heute noch was bringt? ich hab eher das gefühl, dass uns da so ein wenig das problem einholt, dass wir nicht so wirklich musikkultur haben. alles traditionelle wird bei uns belächelt, volksmusik ist was für rentner und alles moderne orientiert sich an vorbildern. wir schöpfen nicht aus dem schatz unseres volksgutes, sondern aus dem anderer. und das rächt sich eben.

  6. Oliver Says:

    Ähm, wie, wir haben keine Musikkultur in Deutschland… WENN jemand Musikkultur hat und zwar hunderte Jahre alt, dann Deutschland und Österreich.

    Ich kenne niemanden der das traditionelle belächelt?

  7. rachel Says:

    wir haben eine, aber wir nutzen sie nicht. Und das traditionelle wird an jeder ecke belächelt: trachtenvereine, tanzgruppen oder gesangsvereine sind einfach nicht hip und haben auch irgendwie immer den ruch der ewig gestrigen. und mit klassischer musik und/oder oper reißte beim esc nix, so schön das sein mag. oder mit volksliedern oder gar volksmusik. am erfolgreichsten mit ihrer musik in deutschland sind ausländer, leider. und truppen wie wir sind helden oder, gott bewahre, juli, würden den esc auch nicht nach deutschland holen.

  8. Oliver Says:

    Und was würdest Du anders machen?

  9. rachel Says:

    gute frage, ich bin kein musikexperte. vielleciht könnte es eine truppe wie subway to sally reißen, aber auch das ist wieder anleihe bei fremden kulturen. mit rammstein hätten wir gute siegchancen, weil die auch im ostblock sehr beliebt sind, aber die würden wohl kaum beim grand prix singen. insofern schauen wir mal, was sich herr raab zusammen mit der ard da nächstes jahr ausdenkt.

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