sei doch nicht so bieder…

….mann. ja, die schanette biedermann versuchts mal wieder. es ist schon fast rührend und zum fremdschämen. kann man mit diesem namen eigentlich was anderes als bieder sein? sie versuchts ja immer wieder. und macht alles nach, was im showgeschäft rang und namen hat. madonna-musik mit kylie-look und umgekehrt, shakira-klamotte zu britney-mucke – alles schon da gewesen bei ihr. jetzt hörte ich vorhin, sie dreht gerade ein neues viedeo, das „total crazy und abgefahren“ werden soll, nur „für euch, fans!“. öhm…ja. ich habs mir nicht angeguckt, aber ich vermute mal in den offenen raum hinein, dass jetzt lady gaga imitiert wird?

jeanette biedermann ist wie das symbol des deutschen versagens. sie macht nach, und das meist auch noch viel zu spät, wenn der trend längst ein neuer ist. sie hat nichts eigenes, neues. doch madonna, shakira, kylie oder auch lady gaga sind nicht da, wo sie sind, weil sie nachgemacht haben, sondern weil sie neues geschaffen haben oder sich immer wieder neu erfinden.

ähnlich ist es im deutschen fernsehen. es ist kaum noch mit anzusehen, wie verzweifelt versucht wird, das niveau amerikanischer serien und filme mit schlechten kopien zu erreichen. gut, amerikanische serienproduktionen haben pro folge ein budget wie deutsche für einen ganzen spielfilm. aber an so herrlich unaufgeregten serien wie fitz aus england oder auch dem bullen von tölz kann man sehen, dass es auch ohne riesen knalleffekt möglich ist, zuschauer zu unterhalten.

jeder versuch, amerikanische serien kopieren zu wollen, kann nur scheitern. noch schlimmer sind die ansätze, die versuchen, erfolgreiche konzepte zu verbinden. wie diese arztserie mit der kleinen dicken aus mädchen, mädchen, die wohl sowas wie eine mischung aus sex and the city, dr. house und bridget jones sein sollte und einfach nur peinlich schlecht war. dass es mit guten leuten klappen kann zeigt mariele millowitsch in nikola. das funktioniert. oder wolke hegenbarth in willkommen im leben oder wie das hieß.

ich warte auf den tag, an dem versucht wird, das klassische amerikanische comedy-konzept zu kopieren mit bühnenbild und echten zuschauern. das wäre dann genauso zeitgemäß wie jeanette biedermann und wahrscheinlich ähnlich erfolgreich.

und bei euch so?

5 Responses

  1. Oliver Says:

    Jeanette Biedermann ist für mich eiN Tyo Mensch der zum Taxifahrer sagt „Egal wo Sie mich hinfahren, ich werde überall gebraucht“

    Vergiss aber bei ihr nicht, das soll jetzt keine Entschuldigung sein für ihr heutiges Auftreten, sie hatte auch mal Erfolg vor ein paar Jahren.

    Welche Serien gefallen Dir denn so. Ich finde der von Dir zitierte Bulle von Tölz ist auch nicht wirklich der Burner.

  2. rachel Says:

    den bullen guck ich nicht wirklich, weil ich das bayrische nicht so mag. aber er ist besser als diese verzweifelten kopieversuche. was ich mag? die originale, am liebsten im original. 🙂

  3. Oliver Says:

    Die einzig wirklich gute Kopie die mir einfällt, ist Stromberg.

  4. -buck Says:

    „Life On Mars“ aus England fand ich ganz großartig. Wurde nicht verstanden, ergo abgesetzt.

    „Red Dwarf“ ist im deutschen TV nie aufgetaucht.

    Aber die vorhersehbaren, langweiligen, uninspirierten, humorlosen, schlecht geschriebenen und schlecht gepielten deutschen Daily Soaps wie Marienhof, Unter Uns, GZSZ, Anja und die Liebe und wie sie alle heißen, die laufen 1.000 Folgen lang.

    Das ist wohl so. Da hilft nur: abschalten und Bücher lesen.

  5. rachel Says:

    @buck: rischtisch. ich empfehle momentan gern felidae und francis von akif pirinci. oder schmitz‘ katze von ralf schmitz. bin ich katzenfixiert?

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