und heute wieder: wetter, wetter, wetter

wollen wir mal übers wetter reden? das ist ja normalerweise eher so ein smalltalk-thema. seit aber das gespenst des klimawandels umgeht, ist es ein politisches und hoch brisantes thema. damit fällt es eigentlich für small talk wieder aus. ich rede aber trotzdem drüber. denn bei all dem wetter der letzten tage frage ich mich: ist das schon der klimawandel oder einfach nur sch…ßwetter? es ist nicht warm und nicht kalt, dafür unglaublich feucht. seit tagen habe ich das gefühl, meine klamotten, selbst die im schrank, und ich werden nie wieder trocken. man muss gar nichts machen und es klebt trotzdem alles. gut, meiner schon todgeweihten weil unterwässerten konifere auf dem balkon gibt dieses wetter eine kleine schonfrist. ihr brechen jetzt pro tag nur noch drei statt 300 ästchen ab. aber sonst?

jeden tag wird gewitter angekündigt. gestern auch mal wieder. mit unwetterwarnung sogar. und es sah tatsächlich so aus. es kündigte sich an wie ein ganz großes: mit schön sonne vorher, aber sehr schwül, mit der berühmten ruhe vor dem sturm. es zog böse zu, der himmel changierte in den verschiedensten farben. von bronze über kupfer bis dunkelgrau und schwefelgelb war alles dabei. der wind nahm von einer sekunde zur nächsten von „laues lüftchen“ auf „sturmartige böen“ zu. ich begab mich flugs zum tabakhändler meines vertrauens, weil ich befürchtete, sonst nicht mehr dazu zu kommen. weil hochwasser und so. man weiß ja nie, so direkt am wasser.

ich kam trockenen fußes, dafür aber mit vertrockneten lindenblüten übersäht, wieder zuhause an. und die soundeffekte waren schon auf dem weg beeindruckend gewesen. dazu immer mal ein blitz: schick. ich mag ja gewitter. und dann gings los. der regen begann zu fallen, gießkannenartig zumal. aber nach rund 15 minuten war alles vorbei. die luft war nur unwesentlich kühler, dafür aber noch feuchter.

und heute morgen? versucht die sonne mal wieder, ein wenig der feuchtigkeit aufzunehmen, scheitert aber schnell an der masse und es gibt wieder eine geschlossene wolkendecke. erinnert mich fatal an kuba. da hatten wir tagsüber aber relativ trockene luft und die gewitter blieben über den bergen hängen. nur wärmer wars da. mit schwül UND warm könnte ich auch besser. nur dieses unentschlossene schwüle, aber temperaturtechnisch übersichtliche wetter nervt mich gewaltig. ich will sommer. oder um es in die worte von peter fox zu fassen:

„meine stadt hat fieber / sie schwitzt und klebt / […]

unter den linden heißt unter den palmen.“

in diesem sinne: pro klimaerwärmung und pro palmen.

und bei euch so?

2 Responses

  1. Oliver Says:

    .. veröffentlich hier doch mal Tips für den Umgang mit überhitzten Innenstädten…

  2. Karsten Says:

    Ja, ich komme mir hier vor wie in den Tropen…

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