von eingesperrten raubtieren

nachdem wir uns gestern ja schon mit dem zwang einiger weiblicher wesen, ihre männer unbedingt zum shoppen mitnehmen zu müssen, beschäftigt haben, heute also weitere tipps dazu, was man mit männern besser nicht tut. ganz wichtig, liebe geschlechtsgenossinnen: sperrt eure kerle nicht ein! entspannt euch. vertraut ihnen. etwas anderes wird euch nicht übrig bleiben. nichts ist schlimmer als eine beziehung, in der beide parts zu bestimmten zeiten im quartal/halbjahr einmal ausgang bekommen. denn dann ist es vorprogrammiert, dass es über die stränge schlägt.

gönnt euch und euren männern ein entspanntes: ich treff mich heute mit xy, magst du mitkommen? und wenn er nein sagt: dann einen schönen abend! und zwar nicht im zickigen ton, sondern ehrlich gemeint. macht ihm dafür kein schlechtes gewissen!

warum ich das schreibe? bei meinen streifzügen durch die berliner clubwelt treffe ich immer wieder auf diese bedauernswerten kreaturen, die einmal im quartal/halbjahr mit ihren jungs raus dürfen und dann das gefühl haben, an einem abend alles aufholen zu müssen, was sie seit dem letzten ausgang verpasst haben. um 22 uhr sind sie haltlos besoffen und fangen an, andere frauen nicht mehr nur anzustarren. ab mitternacht werden sie aufdringlich und was am nächsten morgen ist, will ich gar nicht erst wissen. manch ganz ehrliche haut macht sich schon ins hemd, wenn sie an so einem abend mit einer anderen frau tanzt, andere nehmen einfach mit, was sich nicht wehrt.

dem kann frau vorbeugen, indem sie ihm einfach den freiraum lässt. und zwar nicht mit einer riesendiskussion vorher, sondern es sollte genügen, wenn er sagt: du, ich treff mich morgen mit den jungs. fertig. aus. von euch bitte einfach ein: okay. denn schließlich wollt ihr ja auch mal mit euren mädels raus, oder? und dafür nicht ewig diskutieren. das ist für euch selbstverständlich? na dann sollte es für ihn das auch sein!

merke: eine beziehung funktioniert nur auf augenhöhe, nicht, wenn einer mehr rechte hat als der andere. was ihr haben wollt, müsst ihr zugestehen und umgekehrt. dann lässt es sich auf dauer ziemlich entspannt leben. und die gemeinsam verbrachten abende auf parties/konzerten oder bei freunden werden umso schöner.

merke auch: ein paar sein bedeutet nicht, dass ihr nur noch zu zweit auftreten dürft, denn schließlich seid ihr zwei eigenständige personen. die schwester meines ex fing damals an, mich ihren freundinnen folgendermaßen vorzustellen: das ist die freundin meines bruders. und ich sagte dann: ich hab übrigens auch einen namen, ich heiße rachel.

achja, noch eins: zwingt euren mann nicht, irgendwohin mitzukommen, wo er nicht hin will. und lasst euch umgekehrt auch nicht dazu überreden. das ist nur unnötiger stress und dafür ist das leben zu kurz.

und bei euch so?

4 Responses

  1. Stefan Says:

    Warum du zur Zeit keinen Freund hast bei soviel Verständnis für uns Männer ist mir ein Rätsel. Würde mich freuen wenn diese Denke sich bei mehr Frauen durchsetzt, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ist es aber leider nicht.

  2. prachtmaedchen Says:

    Du willst eine Meinung?
    Kannst du haben 😉

    Du hast absolut recht.
    Die Freiheiten die ich in einer Beziehung einfordere muss ich unbedingt auch dem anderen gönnen. Vor allem bei so harmlosen sachen wie dem Ausgehen. Wenn ich so wenig Vertrauen in den anderen habe, um ihn alleine weg gehen zu lassen, dann sollte ich die Beziehung grundlegend überdenken. Genauso wenn ich ihm den Spaß nicht gönne.

    Aber Beziehungen auf Augenhöhe ist sowieso etwas, was ich gelegentlich mal vermisse.

  3. Infinity Says:

    Toller Text, wahre Aussage, sollte sich jede Frau zu Herzen nehmen 🙂 Mehr brauch ich glaub ich nicht zu sagen 🙂 Man kann von deinen Blogeinträgen jedenfalls noch viel lernen, das finde ich toll *daumenhoch*

  4. hühnerschreck Says:

    full ack, liebe rachel.
    danke.

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