männer, frauen, kommunikation

es ist wohl einer der am häufigsten angeblich gesagten sätze in beziehungen: „du verstehst mich einfach nicht.“ bezeichnender weise kommt dieser satz meist von frauen. denn wir fühlen uns oft unverstanden, übergangen, nicht ernst genommen oder sonstiges in dieser richtung. und das kommt so.

1. frauen kommunizieren. nicht anders als männer, sondern sie tun es. männer untereinander kommunizieren eher weniger. ein gelungener männerabend ist einer, an dem die protagonisten nebeneinander an der bar sitzen, zwei bis acht herrengedecke nehmen, drei sätze wechseln und dann nach hause wanken. fragt frau ihn am nächsten morgen, was er denn so mit seinem kumpel gemacht hat, wird er sagen: „wir haben geredet.“ was uns frauen wiederum suggeriert, dass er mit anderen männern sehr wohl redet, mit uns aber nicht. woraufhin sich eine gedankenspirale lostritt, von der er mit seinem kater (und auch ohne) keine ahnung hat. im besten fall für alle beteiligten behalten wir das für uns. im schlechtesten sagen wir es laut: „ach, mit anderen kannst du also reden. aber wenn ich dir was von der arbeit erzählen will und wie meine kollegin mich nervt…“. das wird von ihm, der er noch nicht ganz wach ist, quittiert mit einem „hä?“. das kann eklig enden. und einem den ganzen tag versauen. darum: geschlechtsgenossinnen: lasst es!

2. frauen denken immer. sie hören nie damit auf. niemals. das sollten männer wissen. wenn frau beim wöchentlichen beischlaf etwas abwesend wirkt, könnte das daran liegen, dass sie im kopf die einkaufsliste zusammenstellt und nebenbei plant, ob sie erst die angefallene wäsche wegbügeln oder lieber erst die neue maschine anschmeißen soll. was mann da tun kann? gebt euch mühe. dann denken wir vielleicht nur während des vorspiels darüber nach, was morgen zum mittag auf den tisch kommt. gebt euch richtig mühe und wir sind voll dabei. ihr schafft das!

3. frauen sind nie mit dem zufrieden, was sie bekommen. leider sind wir frauen oft so, dass statt des angebotenen kleinen fingers gern die gesamte hand inklusive arm und schulter hätten. das gilt besonders in sachen kommunikation. ich komme aus einer familie, in der er sie zweimal täglich anruft. ich bin so aufgewachsen. die eltern lindenbaum haben immer miteinander telefoniert. auch, wenn es nichts zu sagen gab außer: „na, wie gehts?“ in meiner letzten beziehung war das auch so, spätestens nachdem er 500 kilometer weg wohnte, telefonierten wir täglich. mehrfach. und ich finde das normal. und trotzdem reichte es mir nicht. so sind wir nunmal. wir brauchen die sicherheit, männer nennen es auch gern kontrolle.

und wie geht man nun am besten mit diesen unterschieden um? am besten (haha): kommunizieren. wenn mir das, was ich angeboten bekomme, nicht reicht, sage ich das und dann wird neu verhandelt. oder es spielt sich im idealfall von allein ein. und frauen: männer verstehen subtile andeutungen nicht. zumindest meistens nicht. sagt ihnen direkt, meinetwegen auch leicht durch die blume, was ihr wollt. aber fomuliert euren wunsch klar. nicht verschlüsselt. wie oft habe ich schon gehört: „naja, aber das MUSS der doch merken!“ nein. muss er nicht. tut er auch nicht. warum sollte er?

frauen, nochwas. wenn euch was stört, dann tragt nicht schlechte laune vor euch her und antwortet auf „is irgendwas mit dir?“ mit „NEIN! es ist ALLES in BESTER ordnung!“ sondern sagt, was euch stört. er wird nicht nachbohren, egal, wie sehr ihr euch das wünscht.

8 Responses

  1. Dagger Says:

    Sollte allseits bekant sein. Und doch immer wieder so amüsant. Großes Lächeln!

  2. Norwa Says:

    Sexismus auf Mario-Barth-Niveau.

  3. rachel Says:

    inwiefern, Norwa?

  4. Oliver Says:

    Mario Barth funktioniert nur, weil er viele Dinge ausspricht, die schlichtweg geschlechterspezifisch so sind. Natürlich extrem stark überzogen und ein einem Dialekt, den ich mir nicht lange anhören kann :-), aber in ihrem Kern wahr. Sexismus ist was ganz anderes.

  5. rachel Says:

    eben, @oliver. und mein text ist natürlich auch überzogen, nichtsdestotrotz aber existieren ja die unterschiede.

  6. Jecca Says:

    @ Norwa
    stimmt nicht! das ist nämlich haargenau so!

    mein freund bohrt aber nach, wenn ich „nichts“ sage und das OBWOHL ich auch wirklich „nichts“ meine, wenn ich das sage. aber aus irgendeinen grund ist er der meinung, dass dann bei ihm die alarmglocken läuten müssten, wenn ich das sage… und dadurch entsteht dann streit, weil er immer weiter nachbohrt und mir dann irgendwann auf die nerven geht, obowlh doch alles in bester ordnung ist… 😀

  7. Oliver Says:

    @Jecca .. auch die Situation ist nicht unbekannt 🙂 Aber da liegt das „Problem“ schon einen Schritt davor.. dass überhaupt erst die Situation entstanden ist, wo Du sagst „ach nichts“. Das ist etwas, wozu Frauen auch gerne tendieren.. ein Thema anschneiden „ich hab’s doch nur mal gesagt“, den Kerl damit rasend machen und dann aber felsenfest davon überzeugt sein, dass ja eigentlich nichts ist. Also vielleicht einen Schritt vorher aufhören.

  8. Oliver Says:

    DIE NEUN VON FRAUEN AM MEISTEN GEBRAUCHTEN – ABER SEHR GEFÄHRLICHEN – WORTE
    1. GUT: Das ist das Wort, das Frauen verwenden, um eine Diskussion zu beenden, wenn Sie
    glauben, Recht zu haben und Du den Mund halten sollst.
    2. 5 MINUTEN: Wenn sich Frauen anziehen, herrichten, schminken, heißt das mindestens eine halbe Stunde. 5 Minuten sind nur dann wirklich 5 Minuten, wenn Du Dich vor den Fernseher gesetzt hast
    und Du bei der Hausarbeit helfen sollst.
    3. NICHTS: Die Ruhe vor dem Sturm. Es liegt etwas in der Luft …. Du solltest auf der Hut sein. Diskussionen, die mit “ nichts“ beginnen, enden normalerweise mit “ gut“ (siehe Punkt 1)
    4. MACH’S NUR: Das ist keine Erlaubnis, sondern eine Herausforderung. Mach’s ja nicht!
    5. DER TIEFE SEUFZER: Auch wenn es eine nichtverbale Äußerung ist, es handelt sich quasi um ein Wort, das von den Männern oft missverstanden wird. Der tiefe Seufzer bedeutet, dass sie Dich für einen Idioten hält und sich fragt, warum sie die Zeit für eine Diskussion über “ nichts“ mit Dir verschwendet. Bezüglich der Bedeutung des Wortes “ nichts“ schau auf Punkt 3.
    6. OK: Das ist eines der gefährlichsten Worte, das eine Frau einem Mann sagen kann. Das
    bedeutet, dass sie lange und gründlich darüber nachdenken muss, wie sie es Dir heimzahlen
    kann, was auch immer.
    7. DANKE: Wenn eine Frau “ danke“ sagt, nimm das kommentarlos zur Kenntnis, sie will Dir für etwas danken. Allerdings, wenn sie “ tausend Dank“ sagt, ist das reiner Sarkasmus und sie will Dir
    gar nicht danken. In solch einem Fall darfst Du keinesfalls mit “ gerne geschehen“ antworten,
    weil das könnte ihrerseits ein “ mach‘ was Du willst“ führen (siehe den folgenden Punkt 8).
    8. MACH‘ WAS DU WILLST:
    Das ist die weibliche, nur nach außen elegant scheinende Form des Götz-Zitates.
    9. LASS NUR, DAS MACH‘ ICH SCHON:
    Das ist eine gefährliche Aussage. Das bedeutet, dass eine Frau Dich schon mehrere Male
    um etwas ersucht hat. Nachdem Du ihrer Aufforderung bisher nicht nachgekommen bist, aus welchen Gründen auch immer, weist sie nachdrücklich darauf hin, dass sie das jetzt selber erledigt. Antworte aber ja nicht mit “ ist was nicht in Ordnung?“, das würde nur zu einer von ihr mit “ nichts“ eingeleiteten Diskussion führen (siehe Punkt 3).

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