ärger im paradies

„du, sage mal, karl-heinz, ich hab hier ne beschwerde vorliegen. von einer … rachel lindenbaum…wer isn für die zuständig?“

„na der kevin-justin.“

„die nulpe? na kein wunder…“

„wieso? was reklamiert sie denn?“

„oktober 2012 bis september 2013.“

„oha.“

„sag mal, karl-heinz, bis oktober 2012 war doch da noch ne fachkraft auf der stelle?“

„ja, aber der war zu teuer. fachkraft halt. da ham wir dann den praktikanten kevin-justin eingestellt. und den nach nem halben jahr für lau zum trainee erklärt. auf 400-wolken-basis.“

„400 wolken bekommt der? seit nem halben jahr? wo wohnt der denn, dasser nicht aufmuckt?“

„der hat wohl ein kleines wg-zimmer in wolkenkuckucksheim. aber er meinte, er würde sehr gern für 400 wolken arbeiten, wegen der referenz.“

„hmm. hmmm. naja, aber fakt ist, dass die lindenbaum jetzt so richtig sauer ist. was ist denn da schiefgelaufen?“

„naja. der kevin-justin hat der wohl ein paarmal richtig hoffnungen gemacht, die er dann nicht einhalten konnte. unsichere projekte, jobabsagen etc.. du weißt ja, die fixen das nie, die billigarbeiter. die sind froh, wenn sie überhaupt was vorweisen können abends. wegen der statistik. damit sie ihren job behalten. ich mein, guck mal raus, da stehen 130 andere, die für null wolken arbeiten würden.“

„und das ist jetzt deine erklärung oder wie? warum sitzt denn der fachmann da nicht mehr?“

„na wir haben doch die neue kaffee-espresso-mega-superduper-maschine gekauft und alle mit diesen birnenrechnern ausgestattet und das büro hier in den elfenbeinturm verlegt. irgendwo müssen wir sparen.“

„am kunden? die lindenbaum sitzt gerade heulend in ihrer wohnung!“

„nee, am personal…aber…hmmm…stimmt…dann irgendwie ja auch am kunden.“

„so karl-heinz. jetzt passe ma uff. der kevin-justin wird jetzt zur kopier- und datenbank-fachkraft ausgebildet. für volles gehalt. und für die rachel lindenbaum bist du ab heute zuständig und besorgst ihr einen vernünftigen job und eine perspektive!“

„aber chef…“

„nix aber! los gehts! glaubst du, ich hab lust, die irgendwann zusammenzukratzen und aufzubauen und das dem chef zu erklären? also. los jetzt!“

„na gut….“

 

 

p.s.: sollte sich jemand angesprochen fühlen (auch, wenn er nicht karl-heinz heißt) möge er sich gern bei mir melden: rachel[ät]rachellindenbaum.de)

 

belly off 3 – ich bin dabei

eigentlich bin ich ja nicht so der typ für solche aktionen.

aber der mc winkel hat einen fast unwiderstehlichen charme und hey,

wer weiß, vielleicht bekommen wir ja tatsächlich einen sommer.

hinzu kam, dass ein sonderangebot der weight watchers

(online programm 3 monate zum preis von einem) sowas von passend

in meinem email-fach landete, dass ich an schicksal glaubte. immerhin

haben sich menschen in meinem umfeld mit diesem verein nahezu halbiert.

also bin ich dabei beim belly off 3.

ich starte heute, am 15. januar 2013 mit einem kampfgewicht von

81 wundervollen kilos verteilt auf 165 cm. gemessen abends und

in klamotten. ein traum in walweiß.

auf gehts!

etappenziel:

in diese hose wieder reinpassen:

belly off 3 start

Geschützt: sonntagsexperiment

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alles integration oder was?

wenn es ein wort des sommers oder der woche gäbe: es wäre wohl judengen oder kopftuchtürkin. unser aller thilo sarazzin hat sich mal wieder gewohnt markig zu wort gemeldet und ordentlich wind gemacht. und ich frage mich, ob es nur mir so geht, dass ich im stillen denke, dass er mit manchem gar nicht so falsch liegt?

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zeit

während der rest der welt und besonders der rest berlins stöhnt, weil sie immer zu knapp zu sein scheint, hat man sie in neukölln im überfluss: zeit. zumindest drängt sich dieser eindruck auf, wenn man durch die straßen des viertels geht. eilig sollte man es nicht haben und mal eben schnell was erledigen wollen auch nicht. denn bekanntlich gibt es in neukölln ja nur migranten, taugenichtse und überschuldete hartzis, die haben nun einmal zeit. zuviel zeit. Read the rest of this entry »

und plötzlich trägst du eine burka

neukölln ist ein schmelztiegel, sagt man. so ganz stimmt das nicht. im grunde ist neukölln aufgeteilt. in klein-türkei, klein-arabien, klein-bulgarien und so weiter. in bestimmten gegenden leben von bestimmten volksgruppen gehäuft menschen. und auch, wenn sich das ganze mittlerweile ein wenig verschiebt und vermischt, ist doch die grundstruktur noch erkennbar. ich bin damals nach neukölln gezogen, weil ich wenig geld zur verfügung hatte und die günstigsten wohnungen mit trotzdem günstiger verkehrsanbindung nun einmal in neukölln sind. ich mag mein neukölln. es ist bunt, es ist divers und es wird nie langweilig. ich habe hier (fast) alles, was ich in mitte auch finde, nur sind es eben eventuell keine gucci-schuhe, sondern die preisgünstige variante.

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purer sex

wow, ist der groß! staunend schaue ich ihm dabei zu, wie er immer größer und voluminöser wird. als er schließlich nicht mehr wächst, nehme ich ihn in die hand. er ist so groß, dass meine hand ihn nicht umfassen kann. ich stelle mir vor, wie er sich in meinem mund anfühlen wird, wenn ich an ihm knabbere. ich stelle mir vor, wie es sich anfühlen wird, seinen inhalt aufzunehmen und zu schlucken. ich stelle mir vor, wie es sein wird, ihn in mir zu spüren.

zärtlich nehme ich ihn in die hand. spüre ihn. so weich und gleichzeitig kraftvoll, fast pulsierend. so stark, und doch gemacht, um vergnügen zu bereiten. ich koste ihn ein wenig, lecke an seiner spitze. doch dann übermannt mich die lust und ich öffne weit meinen mund. und beiße endlich in meinen perfekten dürüm döner.

zu früh gefreut?

als ich im februar in meine neue wohnung zog, freute ich mich besonders darüber, dass die wände hier nicht aus papier sind, dass der straßenlärm wegfiel und dass auch meine nachbarn manierliche menschen zu sein schienen. zwar sagten mir mein vormieter und meine nachbarin gegenüber, dass die wohnung direkt neben mir öfter laut sei wegen der dort lebenden mieter, doch bisher verlief dies in recht erträglichen bahnen. das ist nun anders:

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wenn ich nicht kann – wer dann?

beim zappen durch die tv-welt findet sich ja die eine oder andere perle. oft frage ich mich auch, was menschen dazu bewegt, mit ihren problemen ins tv zu gehen? die junge mutter, die nicht weiß, welcher der drei in frage kommenden männer der vater ihres kindes ist. oder die familie flodder, mit acht oder mehr kindern, die eltern arbeitslos (und arbeitsunwillig), schimpfen auf den staat, der zu wenig gibt. oder so was: Read the rest of this entry »

sommer vorm neuköllner südbalkon

achja, was für ein wetter… das einzige, was das komplette sommerfeeling ein wenig stört, ist der böige wind, der hier auf meinem balkon rumweht, aber in den pausen zwischen den böen ist die welt perfekt. ich sitze im kurzen kleidchen auf meinem südbalkon und lasse mir die sonne auf die nackten beine scheinen. Read the rest of this entry »

der kleine dschihad

die ganze welt zittert vor der terroristischen bedrohung der dschihadkrieger. und doch gehen alle irgendwie davon aus, dass der dschihad weit weg geführt wird. irgendwo in palästina oder pakistan. aber sie irren. dschihad ist überall. und vor allem in neukölln. und er ist wütend. ich kenne dschihad. er hat in meinem alten haus unter mir gewohnt. es ist ein kleiner dschihad, aber er wächst heran. und er ist zornig.

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wer ist eigentlich anne?

umzüge und die damit verbundenen veränderungen sind ja in der regel spannend. der mensch lernt nie aus und immer dazu. das gilt sowohl für neue menschen als auch für neue umgebungen und neue sprachen.

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die zentrale der bekloppten und idioten

neukölln ist bevölkert von bekloppten und idioten. ich weiß es, ich wohne da. ergo bin ich wohl auch bekloppt und befinde mich daher in guter gesellschaft. in den medien ist neukölln der berliner problembezirk, der in puncto kriminalität, aggressivität und depression kreuzberg längst überholt hat.

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