vor nicht einmal einer stunde stellte ich via twitter meinen follower die frage, wie lange sie warten würden, bevor sie beim verdacht auf häusliche gewalt die polizei einschalten würden. drüben brüllte und knallte es, eine weinende und schreiende stimme war zu hören. meine nachbarn sind des öfteren laut und vorsichtig ausgedrückt temperamentvoll, doch solche geräusche waren mir neu.
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wow, was für ein abend. ein rauschendes fest. der stress hat sich voll gelohnt und das ergebnis übertraf die erwartungen um längen. was ist passiert?
dieses leben 2.0 – für einige ein mysterium, das sie nie verstehen werden, für andere der fehlende teil, der ihr leben erst lebenswert macht. oft habe ich im letzten halben jahr gehört, dass man sich um mich sorge, weil ich soviel online bin, weil ich soviel twittere. aber ich sage euch: ihr wisst gar nicht, was ihr verpasst, ihr 1.0er.
…werde ich jetzt die maschinen. entschleunigen. entspannen. ruhig machen. seele streicheln lassen. mich verwöhnen lassen. mit meinem hund im schnee toben. unterm weihnachtsbaum sitzen.
ruhe. einfach nur ruhe. akkus aufladen. die sind leer jetzt. das war ein aufregendes jahr. es war viel los, viel gutes, viel schlechtes, noch mehr schönes. ich habe tolle menschen kennengelernt, viel erlebt, ich ziehe eine sehr positive bilanz dieses jahres. und doch: jetzt sind die akkus leer.
darum: runterfahren.
ich wünsche euch allen da draußen schöne feiertage, ruhe, entspannung und liebe.

so wie männer der meinung sind, dass es dinge gibt, die ein mann unbedingt mal gemacht haben muss, um ein echter kerl zu sein, gibt es auch solche dinge für frauen. das sind so sachen wie das erste mal einen mann ansprechen, mit einem verheirateten mann schlafen oder auch das erste drei-gänge-menü kochen. und: der erste besuch im waxing-studio.
das jahr neigt sich in riesenschritten dem ende zu und irgendwie machen alle jetzt ein resümé des jahres, ziehen bilanz und planen für das neue jahr. nun, mir geht es ähnlich, war dies doch ein sehr bewegtes und aufregendes jahr mit vielen bergen und tälern.
auch, wenn ich berlin immer als meine innere heimat angesehen habe, so gibt es doch diese region, in der ich aufgewachsen bin: greifswald in vorpommern. in der nähe von greifswald befindet sich lubmin. bekannt wurde dieses dorf vor allem dadurch, dass sich dort ein kernkraftwerk (kkw genannt) befand.
es gibt auf dieser welt wahrscheinlich kaum jemanden, der sport noch weniger abgewinnen kann als ich. vor allem ausdauersportarten, die wetterabhängig sind, sind mir zuwider. das ist kein großes wunder, bin ich doch rheumatikerin. wenn ich es mir leisten könnte, wäre ich turniertänzerin. und ich gehe gern schwimmen. beides recht kosten- und vor allem zeitintensiv.
soeben komme ich vom brandenburger tor, die feier zum 20. jahrestag des mauerfalls ist vorbei. für viele war dieser tag nur ein tag im november, für andere war er ein tag, um schlechte witze zu machen. für mich ist dieser tag ein tag voller bedeutungen. es ist schwer, alle gefühle, die gerade in mir toben, in worte zu fassen, aber ich werde es versuchen.
seit drei wochen gab es keine tweschichte mehr. und ich weiß, dass sie einigen wirklich fehlt. mir fehlen die tweschichten auch. es ist ein spaßiger zeitvertreib am montag abend. langsam stelle ich mir aber die frage: ist die tweschichte geschichte?
der freitag ist bei twitter der tag, an dem man anderen seine lieblingstwitterer ans herz legt. in der timeline nimmt sich das mitunter recht nervtötend aus, weil manche a) noch immer nicht verstanden haben, dass man eine empfehlung nicht mit einem @ beginnt, weil es dann nur der erwähnte lesen kann und die, die ihm und dem empfehler eh schon folgen. zum anderen, weil b) immer noch viele einfach einen tweet á la “#ff (wilde aneinanderreihung von namen)” nach dem anderen produzieren.
…stand ich gerade im o2-laden im schönen neukölln. folgendes hatte sich zugetragen. vor einiger zeit machte mein handy abends auf einmal festbeleuchtung am display, beruhigte sich aber wieder. einige tage später noch einmal das gleiche spiel mit beruhigen und dann nochmal am gleichen abend und auf einmal war das display dunkel. der rest noch hell.
im juli gab es eine recht alberne miss-twitter-wahl. albern darum, weil es diese wahl jeden monat gibt. aber im juli war es noch neu und so machten alle mit. natürlich hat rachel die deutsche wahl nicht gewonnen, dafür eine ihrer followerinnen den zweiten platz bei der österreichischen wahl. also lud sie zur party ein, um ihren titel zu feiern. kurzfristig wäre es sehr teuer für alle nicht-wiener geworden, daher wurde der termin in den oktober gelegt. und darum war rachel unterwegs.
als ich im februar in meine neue wohnung zog, freute ich mich besonders darüber, dass die wände hier nicht aus papier sind, dass der straßenlärm wegfiel und dass auch meine nachbarn manierliche menschen zu sein schienen. zwar sagten mir mein vormieter und meine nachbarin gegenüber, dass die wohnung direkt neben mir öfter laut sei wegen der dort lebenden mieter, doch bisher verlief dies in recht erträglichen bahnen. das ist nun anders:
gestern hatte rachel geburtstag. seit einem jahr blogge ich nun. ursprünglich begann ich das bloggen, weil ich krank war und mir langweilig. aber auch, weil ich das unbestimmte gefühl hatte, dass es mir helfen könnte. helfen, dinge aufzuarbeiten. inzwischen lesen durchschnittlich 60 menschen pro tag meine geistigen ergüsse und ich bin dankbar für jeden von euch. im kommenden jahr wird rachel übrigens aus ihrem blog vorlesen. quasi mein eigenes “herrengedeck“. nostalgie ist was feines, darum heute der text, der vor genau einem jahr online ging:
ich bin beziehungsunfähig. acht lange jahre als single sind der beweis. ebenso die zahlreichen abgewiesenen verehrer. aber ich musste es tun. zu ihrem besten. denn sie wären mit mir nicht glücklich geworden.
berlin ist großartig. eine stadt, die wie new york nie schläft, dabei aber 1000mal cooler ist. in der immer was los ist und man das gefühl bekommen kann, zu jeder zeit würde alles erhältlich sein. 24/7 open, not only for tourists. das gilt für alles in berlin. außer für ärzte. Read the rest of this entry »
das war der titel der bloglesung, der ich gestern beiwohnen durfte. ich denke, wenn die autoren geahnt hätten, welche resonanz diese veranstaltung bekommen würde, hätten sie wahrscheinlich eine größere location ausgewählt. so war der veranstaltungsraum des soupanova schnell gefüllt, bis auf den allerletzten platz.
ich konnte lesen, lange bevor die schule für mich anfing. als die anderen sich mit der fibel abmühten und “o-ma im (bild vom garten)” und “ma-ma im (bild vom haus)” lasen, las ich mein erstes buch: timm thaler oder das verkaufte lachen. schon als kind bevorzugte ich dicke wälzer. 200 seiten? lächerlich. heute lese ich noch immer lieber 2000 seiten-bücher als dünne romane. ja, manche bücher habe ich wegen ihrer dicke eher ausgesucht als wegen ihres inhaltes.
