es begab sich im april 2009, dass ich mich bei twitter anmeldete. recht schnell kam ich in persönliche kontakte und recht schnell wurde die erste lesung ausgerufen: “sechs herrengedecke und ein sessel aus plüsch”. dort traf ich zum ersten mal auf ihn. beziehungsweise auf seinen hinterkopf. einige wochen später gab es den ersten jourfitz und dort sollte ich auch den rest kennenlernen. als ich allein die lokalität betrat, wartete er schon auf mich: @wikipeter. Read the rest of this entry »
…gold, schweigen ist alufolie.
scheiße passiert, sagt man. dank der schwerkraft liegt sie dann irgendwo rum und dank des zusammenspiels von bakterien und geziefer stinkt sie übel. der mensch ist also bemüht, scheiße loszuwerden.
mit dem teller dampfender schmorgurken an pellkartoffeln und buletten á la rachel schlurfe ich ins wohnzimmer. auf dem weg, der erste haps, das ist immer der beste. ich fläze mich auf mein sofa und möchte mich verdummen lassen. es läuft irgendeine soap. und dann: werbepause. nun gut, auch egal, konzentrier ich mich eben derweil auf mein essen. soll man ja eh.
“und du denkst, ich bin stark und ich kenn den weg/ und du bildest dir ein, ich weiß wie alles geht.” (ich+ich)
“was uns nicht umbringt, macht uns hart”, heißt es im volksmund. sind darum so viele der unglaublich starken und schönen menschen um mich herum tief im inneren so traurig, so verbittert? Read the rest of this entry »
gesellschaftstanz ist ja nicht wirklich hip. angestaubte verhaltensregeln, verkrampfte teenies in der tanzschule und dann dieses zusammengetanze! cool ist anders. Read the rest of this entry »
der liebe gott ist ein guter. nur manchmal greift er daneben. bei der erschaffung einiger menschen muss er mächtig verkatert gewesen sein oder diese haben es einfach geschafft, unbemerkt den raum zu verlassen, als intelligenz und andere unwichtige dinge verteilt wurden.
die letzten wochen waren wunderschön. sie waren auch sehr anstrengend. aber die guten gedanken überwiegen. dabei muss ich immer daran denken, was @wikipeter vor kurzem zu mir sagte: “du solltest dir ein tagebuch für die schönen momente anlegen, um dich in schlechten zeiten in solche momente reinfühlen zu können.” recht hat er. trotzdem gibts das tagebuch noch nicht. noch vertraue ich auf die speicherkapazität meines hirns, das eh jeden mist über jahre und jahrzehnte en detail speichert.
besonders in den vergangenen monaten war mein elefantengedächtnis eines meiner größten probleme. wenn der kopf immer wieder futter zum kreiseln bekommt, weil die erinnerung situationen, gespräche, kleinigkeiten ausspuckt, ist das schon echt anstrengend. “musste meditieren”, sagen die einen. “mach yoga”, die anderen. ich sag dann immer: “ich bin zu hibbelig für sowas.” in der tat schaffe ich es bestenfalls, mich auf meine cd mit dem autogenen training zu konzentrieren. darüber schlafe ich jedoch regelmäßig ein und ich habe mir sagen lassen, das sei nicht der sinn der sache…
meiner erfahrung nach hilft mir ruhe aber auch nur bedingt dabei, innere konflikte zu lösen. was ich in solchen zeiten brauche, ist die totale auslastung. sowohl beruflich als auch privat. leben am limit. am limit der totalen erschöpfung. ich brauche menschen um mich herum, die mich bestätigen. ich brauche jobs, die ich gut machen kann. dann gehts mir gut. jaja, ich weiß, das klingt nach ads. isses aber nicht.
ich denke, jeder von uns hat dann und wann das bedürfnis nach ungeteilter aufmerksamkeit. danach, dass sich eine runde um ihn bildet. danach, reale oder virtuelle beileids- und/oder mitfreubekundungen zu erhalten. nicht umsonst sind wir bei twitter und/oder facebook und teilen bestimmte dinge mit anderen. ich gebe zu, dass ich da gerade in den letzten monaten das eine und auch andere mal übers ziel hinausgeschossen bin. nur: wenn ich eines gelernt habe in den vergangenen zwei jahren, dann, dass ich gefühle kanalisieren muss. dazu gehört, sie zu äußern. unmittelbar. sofort. jetzt gleich, in dem moment, in dem ich sie habe. ansonsten ersticke ich daran. oder laufe gefahr, wieder die zu werden, die die meisten von euch nie kennengelernt haben. das will ich nicht und glaubt mir, ihr wollt das auch nicht.
ich sage danke für viele besondere momente, kleine gesten, große worte. insbesondere sage ich danke: @tigermiezekatz, @jane_elektrik, @ennomane, @tiniaden, katja, anto und unzähligen anderen. ohne euch wäre mein leben öde und leer.
die bibel sagt: du sollst nicht falsch zeugnis ablegen wider deinen nächsten. oder in neudeutsch: du sollst nicht lügen. das problem der unehrlichkeit scheint demnach ein sehr altes zu sein, wenn die verfasser gott moses werauchimmer den zehn geboten dieses hinzufügte. es scheint, dass mit dem erlernen von sprache auch das lügen begann. und: nur menschen lügen. tiere können nicht lügen und tiere kann man auch nicht belügen. ein blender fliegt bei tieren immer auf. (darum ist meine katze ein wichtiges kriterium bei der beurteilung von menschen.)
es ist noch gar nicht sooo lange her, da habe ich mich hier zum thema vertrauen schon einmal geäußert. damals gab es ebenso gründe dafür wie es sie heute gibt.
nenn es ego, nenn es ich, nenn es selbstbewusstsein – gemeint ist immer das gleiche. das ich, das uns innewohnt und uns ausmacht. und dieses ich ist genauso alt wie wir. nur manchmal eben bleibt es in der kindheit stecken.
es ist immer wieder ein spaß, dieses google analytics. denn es erlaubt mir unter anderem zu sehen, mit welchen suchanfragen meine leser mich finden. die sind zum teil skurril, zum teil surreal und zum teil einfach nur “hä?”. beispiele gefällig?
auch wenn frau merkel sagt, dass multikulti gescheitert ist, gibt es doch immer noch interkulti. beziehungen zwischen den kulturen. hier wird täglich der versuch gestartet oder auch der beweis angetreten, dass verschiedene kulturen durchaus zusammen leben können.
da liegt sie. mit geschlossenen augen. auf dem rücken. jeder, der sie so sehen würde, würde denken, sie schläft ganz ruhig. doch halt. war da nicht eben ein zucken um die augen? ein flattern der lider? und wenn man ganz genau hinsieht, kann man dann nicht sehen, wie ihr herz gegen die rippen springt, als wollte es den körper verlassen?
in ihrem kopf drehen sich die gedanken. immer schneller. immer weiter. rauf und runter. hin und her. um ihn herum. karussell. achterbahn. ach was, space shuttle.
sie denkt nach. über sein schweigen. über seine abweisung. über seine schönen augen. über seine weichen lippen. sie riecht ihn. spürt ihn. und doch wieder nicht. das schweigen hängt dumpf im raum und lässt alles andere klein und zwergenhaft erscheinen. das schweigen bringt sie um.
langsam wird ihr herz zu einem pulsierenden wesen, das in einem käfig wohnt. die gitter schneiden schon in die haut dieses wesens, weil es immer schlagen will. immer mehr. weil es sich aufplustert. sichtbar sein will. weil es sich dem schweigen entgegensetzen will.
das schweigen jedoch interessiert sich nicht für das herz. das schweigen interessiert sich nur für sich selbst. es sieht nicht den schaden, den es anrichtet, wenn es immer größer wird und durch die zimmer rollt. es sieht nicht, was es alles unter sich begräbt, denn es ist das schweigen.
sie weiß, dass man ein schweigen brechen kann, aber sie hat vergessen, wie das geht.
…das war aber mal wieder eine überraschung, was? dieser berlinmarathon kommt aber auch immer zu den ungünstigsten zeitpunkten und so furchtbar unplanbar! auf einmal rennen tausende durch die stadt und wollen millionen von a nach b fahren – und dabei ist doch die halbe stadt gesperrt.
dass eure rachel etwas ganz besonderes ist, wisst ihr ja schon. nur heute fiel auch mir mal wieder ein, warum das so ist und warum ich nur texterin werden konnte und nichts anderes. Read the rest of this entry »
