sonntagsexperiment

nur eine kurze frage, der folgende text ist lang genug.

wie würdet ihr diesen text bewerten? (nein, er ist nicht von mir. er wurde am 22.10.2009 in einer zeitung veröffentlicht.)

eine auflösung und die quelle folgen später. erstmal interessiert mich eure meinung.

update: ich habe den text auf einige passagen gekürzt. ganz unten findet ihr nun die auflösung des kleinen rätsels. Read the rest of this entry »

huren und heilige.

neulich im bus saßen zwei jungs mir gegenüber. beide offenbar mit diesem sogenannten migrationshintergrund. erkennbar zum einen am südländischen aussehen, zum anderen am gebrochenen deutsch. ich schnappte einen gesprächsfetzen auf. junge 1 erklärte: “kannst du nisch einfach mit frau sssusamm sein. musstu heiraten.” junge 2 etwas erstaunt: “escht?” junge 1 bierernst: “escht.” junge 2 denkt kurz nach und fragt: “deutsche auch?” junge 1 erwidert wissend: “nee, deutsche nisch. die kannssu ficken, aba nisch heiraten. sagt mein bruda.” junge 2 staunt und schweigt. Read the rest of this entry »

integration? das ist doch der gipfel!

gehört der islam zu deutschland? ist der islam eine bedrohung für das abendland? droht uns allen der terror? heute ist mal wieder deutsche islamkonferenz. oder auch integrationsgipfel. oder auch einfach mal wieder eine gelegenheit, prima aneinander vorbei zu reden.

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zeit

während der rest der welt und besonders der rest berlins stöhnt, weil sie immer zu knapp zu sein scheint, hat man sie in neukölln im überfluss: zeit. zumindest drängt sich dieser eindruck auf, wenn man durch die straßen des viertels geht. eilig sollte man es nicht haben und mal eben schnell was erledigen wollen auch nicht. denn bekanntlich gibt es in neukölln ja nur migranten, taugenichtse und überschuldete hartzis, die haben nun einmal zeit. zuviel zeit. Read the rest of this entry »

und plötzlich trägst du eine burka

neukölln ist ein schmelztiegel, sagt man. so ganz stimmt das nicht. im grunde ist neukölln aufgeteilt. in klein-türkei, klein-arabien, klein-bulgarien und so weiter. in bestimmten gegenden leben von bestimmten volksgruppen gehäuft menschen. und auch, wenn sich das ganze mittlerweile ein wenig verschiebt und vermischt, ist doch die grundstruktur noch erkennbar. ich bin damals nach neukölln gezogen, weil ich wenig geld zur verfügung hatte und die günstigsten wohnungen mit trotzdem günstiger verkehrsanbindung nun einmal in neukölln sind. ich mag mein neukölln. es ist bunt, es ist divers und es wird nie langweilig. ich habe hier (fast) alles, was ich in mitte auch finde, nur sind es eben eventuell keine gucci-schuhe, sondern die preisgünstige variante.

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wie weit sollte zivilcourage gehen?

vor nicht einmal einer stunde stellte ich via twitter meinen follower die frage, wie lange sie warten würden, bevor sie beim verdacht auf häusliche gewalt die polizei einschalten würden.  drüben brüllte und knallte es, eine weinende und schreiende stimme war zu hören. meine nachbarn sind des öfteren laut und vorsichtig ausgedrückt temperamentvoll, doch solche geräusche waren mir neu.
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neukölln im november…

manchmal muss man mal raus. muss man mal den herbst reinlassen, auch wenn man ihn wie ich nicht ausstehen kann. manchmal braucht es tageslicht, sonne und ein wenig aufmerksamkeit, mit der man durch die welt geht. und siehe da, selbst ein ort wie neukölln wird zu einem verwunschenen. zu einem mit geheimnissen jenseits von polizeimeldungen und wahrheiten weit ab von den medien. einfach ein schönes viertel von berlin. nicht mehr, aber auch nicht weniger. mit ecken und kanten, mit fehlern und macken. und doch: lebens- und liebenswert. seht selbst:

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kurz vor der explosion…

…stand ich gerade im o2-laden im schönen neukölln. folgendes hatte sich zugetragen. vor einiger zeit machte mein handy abends auf einmal festbeleuchtung am display, beruhigte sich aber wieder. einige tage später noch einmal das gleiche spiel mit beruhigen und dann nochmal am gleichen abend und auf einmal war das display dunkel. der rest noch hell.

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wahlgedanken

morgen ist also wahltag. mal wieder vier jahre rum und zum ersten mal seit vielen wahlen bin ich nicht als helfer fürs zdf unterwegs. schade, denn das gab immer ein kleines, aber steuerfreies zubrot und außerdem einen einblick in die möglichen ergebnisse. Read the rest of this entry »

mikrokosmos straßencafé

in einem straßencafé gar nicht weit von mir entfernt und doch bin ich in einem anderen universum. in einem, das frei ist von meinen sorgen und nöten. ich wäre natürlich nicht ich, wenn dieser ausflug nicht auch generalstabsmäßig geplant wäre: Read the rest of this entry »

und heute wieder: wetter, wetter, wetter

wollen wir mal übers wetter reden? das ist ja normalerweise eher so ein smalltalk-thema. seit aber das gespenst des klimawandels umgeht, ist es ein politisches und hoch brisantes thema. damit fällt es eigentlich für small talk wieder aus. ich rede aber trotzdem drüber. Read the rest of this entry »

48 stunden neukölln? ui, toll…

die jährlich stattfindenden 48 stunden neukölln haben noch gar nicht richtig angefangen, da bin ich schon massiv genervt. warum? weil einer der festorte sich unter (jaja, richtig gelesen) der brücke in meiner unmittelbaren nähe befindet. Read the rest of this entry »

der kleine dschihad

die ganze welt zittert vor der terroristischen bedrohung der dschihadkrieger. und doch gehen alle irgendwie davon aus, dass der dschihad weit weg geführt wird. irgendwo in palästina oder pakistan. aber sie irren. dschihad ist überall. und vor allem in neukölln. und er ist wütend. ich kenne dschihad. er hat in meinem alten haus unter mir gewohnt. es ist ein kleiner dschihad, aber er wächst heran. und er ist zornig.

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wer ist eigentlich anne?

umzüge und die damit verbundenen veränderungen sind ja in der regel spannend. der mensch lernt nie aus und immer dazu. das gilt sowohl für neue menschen als auch für neue umgebungen und neue sprachen.

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der himmel über neukölln

…ist blau und sonnig. und das am frühen morgen! wie schön. die amseln singen sich die seele aus dem leib (wie lange hab ich keine singvögel mehr

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ich werde alt

liebe leser, es ist offiziell, ich werde alt. nicht nur, dass ich inzwischen eine brille UND antifaltencreme benutze und auch brauche. nein. in berlin merkt man, dass man alt wird, an kleinen, subtilen hinweisen im alltag.

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die zentrale der bekloppten und idioten

neukölln ist bevölkert von bekloppten und idioten. ich weiß es, ich wohne da. ergo bin ich wohl auch bekloppt und befinde mich daher in guter gesellschaft. in den medien ist neukölln der berliner problembezirk, der in puncto kriminalität, aggressivität und depression kreuzberg längst überholt hat.

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