hartmut mehdorn geht. er “dampft ab”, wie eine große deutsche tageszeitung heute titelt. nun, von dampfen kann man eher weniger sprechen. eher von kriechen. beziehungsweise: eigentlich wurde so lange an seinem stuhl gesägt, dass dieser jetzt unglaublich schief steht und er runterrutscht. sein einlenken ist wohl mehr der schwindenden kraft
es ist tatsächlich kaum zu glauben, aber ich bin nun schon fast zwei jahre berlinerin. genau genommen bin ich am 28.03.2007 ins schöne berlin gezogen, die stadt meiner träume und sehnsüchte, die stadt, die niemals schläft und in der immer was los ist, die junge weltstadt, die weiß, dass sie nicht schön ist, aber charme hat.
umzüge und die damit verbundenen veränderungen sind ja in der regel spannend. der mensch lernt nie aus und immer dazu. das gilt sowohl für neue menschen als auch für neue umgebungen und neue sprachen.
heute ist der 21. märz und damit auch auf dem letzten kalender offizieller frühlingsanfang. der winter mag das zwar noch nicht ganz einsehen und kühlt die sonnige luft weiterhin eisern mit wind ab, doch früher oder später wird auch er sich den tatsachen stellen müssen.
…ist blau und sonnig. und das am frühen morgen! wie schön. die amseln singen sich die seele aus dem leib (wie lange hab ich keine singvögel mehr
ihr kennt ja meinen ärger mit der namensvetterin der größten feministin in deutschland. und der letzte stand war ja, dass ich angeblich angerufen hätte, um eine wlan-option hinzu zu buchen. außerdem war mir am 10.3. mitgeteilt worden, dass diese zum 9.3. freigeschaltet würde. also hab ich mal bei alice in der sogenannten lounge vorbeigeschaut.
ich hatte euch ja vor kurzem von meinem ärger mit dem telefonanbieter mit der blonden frau berichtet. nun, sie ist hartnäckig und wittert wohl in mir ein opfer. ein kurzes update zum letzten stand:
liebe leser, es ist offiziell, ich werde alt. nicht nur, dass ich inzwischen eine brille UND antifaltencreme benutze und auch brauche. nein. in berlin merkt man, dass man alt wird, an kleinen, subtilen hinweisen im alltag.
neukölln ist bevölkert von bekloppten und idioten. ich weiß es, ich wohne da. ergo bin ich wohl auch bekloppt und befinde mich daher in guter gesellschaft. in den medien ist neukölln der berliner problembezirk, der in puncto kriminalität, aggressivität und depression kreuzberg längst überholt hat.
liebe berliner, vor allem liebe neuköllner rund um die pannierstraße, hier mal ein kleiner veranstaltungshinweis:
meine lieben leser, ich weiß, es sind schon wieder drei tage vergangen seit unserem letzten zusammenkommen, aber in diesen drei tagen bin ich umgezogen. und ich habe zum ersten mal in meinem leben einen schlafbereich, einen arbeitsbereich und einen wohnbereich – und die sind nicht in einem zimmer!

