wenn sich zwei menschen treffen und merken, dass sie einander zugetan sind – was ist dann wichtig? die meinungen darüber gehen weit auseinander und viele dichter, denker, philosophen und otto-normal-verbraucher haben sich den kopf darüber zerbrochen. eine einhellige meinung gibt es nicht und wird es wohl auch nie geben.
heute gabs, nach einer woche pause, endlich wieder eine tweschichte. und auch gleich mit zwei neuen gesichtern. und natürlich kamen die beiden nicht nachmittags sondern kurz vor beginn…aber eshat ja geklappt, wenn auch verzögert. der dank fürs protokoll geht wieder an @scoottery und natürlich an mein phantastisches twensemble. und nun viel spaß beim lesen:
wer kennt sie nicht, diese situationen. manchmal möchte man einen augenblick aufsaugen, konservieren und für immer festhalten. doch selbst mit kamera oder bild funktioniert das nur selten. weil etwas fehlt. es fehlen die geräusche, gerüche. kleine nuancen, die genau diesen moment genau so wertvoll machen.
einige haben ja gedremmelt wie nix gutes, manche höflich gebeten, hier also die fortsetzung meiner reisegeschichte. wo waren wir stehen geblieben? achja, richtig. meine gastgeberin hatte einen termin und ich saß nun also allein in ihrer wohnung.
irgendwie haben ja alle blogger einen an der waffel. ich auch. was bringt menschen dazu, ihr innerstes nach außen zu kehren und es der welt zu füßen zu legen?
der freitag ist bei twitter der tag, an dem man anderen seine lieblingstwitterer ans herz legt. in der timeline nimmt sich das mitunter recht nervtötend aus, weil manche a) noch immer nicht verstanden haben, dass man eine empfehlung nicht mit einem @ beginnt, weil es dann nur der erwähnte lesen kann und die, die ihm und dem empfehler eh schon folgen. zum anderen, weil b) immer noch viele einfach einen tweet á la “#ff (wilde aneinanderreihung von namen)” nach dem anderen produzieren.
…stand ich gerade im o2-laden im schönen neukölln. folgendes hatte sich zugetragen. vor einiger zeit machte mein handy abends auf einmal festbeleuchtung am display, beruhigte sich aber wieder. einige tage später noch einmal das gleiche spiel mit beruhigen und dann nochmal am gleichen abend und auf einmal war das display dunkel. der rest noch hell.
im juli gab es eine recht alberne miss-twitter-wahl. albern darum, weil es diese wahl jeden monat gibt. aber im juli war es noch neu und so machten alle mit. natürlich hat rachel die deutsche wahl nicht gewonnen, dafür eine ihrer followerinnen den zweiten platz bei der österreichischen wahl. also lud sie zur party ein, um ihren titel zu feiern. kurzfristig wäre es sehr teuer für alle nicht-wiener geworden, daher wurde der termin in den oktober gelegt. und darum war rachel unterwegs.
als ich im februar in meine neue wohnung zog, freute ich mich besonders darüber, dass die wände hier nicht aus papier sind, dass der straßenlärm wegfiel und dass auch meine nachbarn manierliche menschen zu sein schienen. zwar sagten mir mein vormieter und meine nachbarin gegenüber, dass die wohnung direkt neben mir öfter laut sei wegen der dort lebenden mieter, doch bisher verlief dies in recht erträglichen bahnen. das ist nun anders:
uiuiui, was für eine tweschichte. und wieder einmal der beweis dafür: ich brauche gar nichts zu planen. denn mein twensemble macht nie das, was ich mir vorher überlege. dafür sind diese leute einfach viel zu kreativ. wahnsinn! der dank fürs protokoll geht wieder an @scoottery, die waldfee mit heuschnupfen. aber lest selbst:
gestern hatte rachel geburtstag. seit einem jahr blogge ich nun. ursprünglich begann ich das bloggen, weil ich krank war und mir langweilig. aber auch, weil ich das unbestimmte gefühl hatte, dass es mir helfen könnte. helfen, dinge aufzuarbeiten. inzwischen lesen durchschnittlich 60 menschen pro tag meine geistigen ergüsse und ich bin dankbar für jeden von euch. im kommenden jahr wird rachel übrigens aus ihrem blog vorlesen. quasi mein eigenes “herrengedeck“. nostalgie ist was feines, darum heute der text, der vor genau einem jahr online ging:
als mensch des jahrgangs 78 gehöre ich zu der glücklichen generation menschen im osten, die beide seiten kennengelernt haben: die ddr und das vereinigte deutschland. glücklicherweise und gleichzeitig leider war ich erst 12, als die wende in gang kam.
