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ehrlichkeit.

die bibel sagt: du sollst nicht falsch zeugnis ablegen wider deinen nächsten. oder in neudeutsch: du sollst nicht lügen. das problem der unehrlichkeit scheint demnach ein sehr altes zu sein, wenn die verfasser gott moses werauchimmer den zehn geboten dieses hinzufügte. es scheint, dass mit dem erlernen von sprache auch das lügen begann. und: nur menschen lügen. tiere können nicht lügen und tiere kann man auch nicht belügen. ein blender fliegt bei tieren immer auf. (darum ist meine katze ein wichtiges kriterium bei der beurteilung von menschen.)

nun ist die frage: warum lügen wir? ist es einfacher? ist es bequemer? ist es diplomatie? ist es schutz vor konflikten? ist es schlicht feigheit? vermutlich eine mischung aus all dem.

manchmal ist eine kleine lüge eben einfacher als die wahrheit. man kann seinem chef schon ins gesicht sagen, dass er ein inkompetenter penner mit stock im rektum ist, aber wenn einem der job lieb ist, sollte man es besser nicht tun, selbst wenn es stimmt. man kann seiner besten freundin schon beipflichten, dass ihr outfit ganz toll aussieht und dabei wissen, dass man selbst neben dieser wandelnden presswurst aussehen wird wie eine königin. nur: wie gut ist man dann als freundin?

lügen zerstört vertrauen. lügen zerstört beziehungen. lügen zerstört menschen.

und lügen machen das leben unnötig schwer. die wahrheit ist meist viel weniger schwer zu ertragen für andere, als der lügner glaubt. aber die wahrheit kann dafür sorgen, dass man bestimmte dinge, die einem wichtig sind, verliert oder gar nicht erst bekommt. das ist das risiko, das der ehrliche mensch immer eingeht. das gilt für jobs ebenso wie für beziehungen. wer im vorstellungsgespräch ehrlich sagt, dass er auf einem bestimmten angeforderten gebiet wenig oder keine erfahrung hat, sich aber gern dort einarbeiten würde, bekommt den job eher nicht. bekommen wird ihn derjenige, der einen urlaub auf malle als auslandsaufenthalt mit spanischkurs verkauft. dass der lügner dann auffliegen wird, wenn er den ersten spanischen kunden betreuen soll, ist nur ein schwacher trost für den ehrlichen.

wer einer neuen liebe erzählt, dass er zwei kinder mit einer frau in skandinavien hat und dort regelmäßig hinfährt, läuft gefahr, dass die frau sagt: pffft, puh, nee, lass mal lieber. wer die frage nach kindern immer verneint und damit lügt, kommt immerhin eine weile lang durch. und hat sein vergnügen. lüge gelungen? nein. denn am ende steht mindestens ein gebrochenes herz, ein zerstörtes vertrauen und unglaublich viel unnötig verursachter schmerz.

wer in einer beziehung ist und diese verleugnet, weil er den/die andere/n mensch/in haben will, verstößt sogar gegen zwei gebote: „du sollst nicht lügen“ und „du sollst nicht begehren deines nächsten weib“ (heute würde ich ergänzen: irgendein nächstes weib, denn nicht jedes weib gehört einem nächsten. singlegesellschaft und so.). die tatsache, dass wir denkende menschen sind, sollte (ich betone hier den konjunktiv) uns davon abhalten, für 10 oder 20 minuten spaß alles aufs spiel zu setzen, was wir haben und zu riskieren, anderen unglaublich weh zu tun. immerhin sollte (wieder konjunktiv) man davon ausgehen können, dass wir in der lage sind, unser verhalten abzuschätzen und die möglichen folgen zu bedenken und gegen das eventuelle kurzfristige vergnügen abzuwägen. das hat zum einen mit sozialer kompetenz, vor allem aber mit emotionaler intelligenz zu tun.

es ist auch gar nicht so schwer. sehr viel leichter wird es, wenn man nur ein einziges mal auf der anderen seite stand und der/die betrogene und belogene war. die nachvollziehbare reaktion darauf ist: ich wurde belogen und betrogen, also tue ich es auch. das mag kurze befriedigung verschaffen, auf dauer macht es nur verbittert und traurig. lügen und betrügen ist nämlich sehr anstrengend und kognitiv nicht jedem gegeben. immerhin muss man sich alle seine lügen merken und ständig aufpassen, was man sagt, damit kein verdacht aufkommt. einmal verplappert und schon ist der stachel der skepsis da. und der sitzt meist tief und neigt dazu, sich immer tiefer ins fleisch zu bohren. bis irgendein dummer zufall die wahrheit ans tageslicht befördert.

die bessere, wenn auch schmerzhafte reaktion auf so etwas ist: nur weil ich belogen und betrogen wurde, muss ich das noch lange nicht jemand anderem antun. denn ich weiß, wie weh es tut. ehrlich bleiben, auch wenn es weh tut, ist eine herausforderung. aber machbar. und auf dauer lebt es sich mit der wahrheit viel entspannter. das gewissen bleibt sauber, man hat weder etwas zu verbergen noch können andere einem auf die schliche kommen, weil es keine schliche gibt. mit der wahrheit weiß man zudem sehr viel schneller, woran man bei anderen ist.

anders ausgedrückt: man muss seinem chef nicht ins rektum kriechen, wo der stock eh schon den platz wegnimmt. man kann auch sachlich argumentieren und (ganz wichtig) wenn es angebracht ist, eine alternative präsentieren. der schmale grat zwischen besserwisserisch erscheinen und als guter mitarbeiter im gedächtnis bleiben ist schwierig, zugegeben. aber auch machbar. soziale kompetenz und emotionale intelligenz vorausgesetzt.

man darf auch der besten freundin sagen, dass sie besser etwas anderes anzieht, weil ihr outfit nicht sooo vorteilhaft ist. damit riskiert man zwar, als zweite königin zu „enden“, aber das gewissen ist rein. man kann beim vorstellungsgespräch die lücke auch als chance verkaufen und damit seine chancen auf den job verbessern.

ehrlich währt am längsten. wirklich. und das leben ist ungleich entspannter.

und bei euch so?

5 Responses

  1. ichhebgleichab Says:

    Es kommt wie immer darauf an. Ich habe vor ein paar Wochen meiner besten Freundin die Freundschaft gekündigt, weil sie mir gesagt hat, was sie denkt. Sie hätte wissen müssen, daß ich diese Aussage im Moment kaum verkraften kann.
    Du hast natürlich Recht, daß oft mehr Ehrlichkeit angebracht wäre. Das fängt nur leider schon bei der Höflichkeit an. Wie geht es Dir? Störe ich gerade?
    Aber nur zum eigenen Vorteil massiv zu belügen und zu betrügen und dabei einem anderen Menschen zu schaden – das geht zu weit. Opfer sind meist gerade die Menschen, die selber so etwas nicht tun würden. Weil es außerhalb der eigenen Vorstellungskraft liegt. Da wäre mehr Mißtrauen angebracht. Aber mit Mißtrauen lebt es sich auch nicht gut. Vielleicht manchmal mehr auf die Umwelt hören? Ich weiß es auch nicht.

  2. rachel Says:

    @ichhebgleichab: ich gebe dir teilweise recht. auch ich bin sehr ehrlich mit freunden, auch auf die gefahr hin, dass ich da manchmal wehtue. ich erwarte im gegenzug das gleiche und kann meist nach einem kurzen schnappatmen auch damit umgehen. womit ich nicht umgehen kann, sind lügen. wer mich belügt fliegt schneller aus meinem freundeskreis als er „sorry“ sagen kann. da kenne ich auch kein pardon.

    vielleicht (spekulation) denkst du in kürze anders über die ansage deiner besten freundin. ich gehe einfach mal zu ihren gunsten davon aus, dass sie dir nicht wehtun wollte, sondern dir den kopf zurechtrücken. dafür sind freunde da. meiner meinung. natürlich habe auch ich es nach der trennung genossen, einfach auf dem schoß einer freundin zu heulen, mir von ihr den kopf streicheln zu lassen und mir keine kommentare á la „ich habs dir immer gesagt“ anhören zu müssen. solche kommentare gabs aber auch vorher nie, weil einfach niemand damit rechnen konnte. dass er ne arschkrampe war, wusste ich selbst, aber ich habe geliebt und die augen verschlossen.
    du hast recht: opfer sind die ehrlichen, weil sie sich gar nicht vorstellen können, dass jemand zu solchen lügen fähig ist. aber: sind wir wirklich opfer? sind nicht eher die lügner opfer? ihrer ängste, ihrer feighheit und ihrer sozialen inkompetenz? und darum lebe ich mein ehrliches leben weiter. so! 🙂

  3. ichhebgleichab Says:

    Lügner sind keine Opfer. Sie sind in dem Fall die Macher und sie bekommen – zumindest vorübergehend – was sie wollen. Und ich fürchte, sie haben keine schlaflosen Nächte deswegen.
    Aber ich hätte sie. Deshalb bemühe ich mich weiter. Alles andere paßt nicht zu mir 🙂

    Und was meine Freundin angeht: es gibt Dinge, die sagt man einfach nicht. Auch und gerade als Freundin nicht. Sicherlich ist das manchmal schwierig. Keiner sagt dem anderen gerne unangenehme oder ungeliebte Wahrheiten. Aber wie gesagt: manchmal muß man seine Meinung für sich behalten.

    Dir wünsche ich, daß Du recht bald einem netteren Männer-Exemplar über den Weg läufst und diesen Vollspacken schnell vergessen kannst.

  4. rachel Says:

    vorübergehend. genau. solange, bis sie auffliegen. und mancher erkennt vielleicht eines tages, dass ihm das lügen nichts gebracht hat als die verbrannte erde, die er überall hinterlassen hat. wer einmal lügt dem glaubt man nicht, auch wenn er dann die wahrheit spricht. und doch, der vollpfosten hat(te) schlaflose nächte. er hat zwar immer die „schuld“ daran mir gegeben und gesagt, dass er über uns nachdenke und darum nicht schlafen könne, aber heute weiß ich, was ihm wirklich den schlaf geraubt hat.

    wenn ich meinen freunden nicht alles sagen kann oder meine freunde das gefühl hätten, sie dürfen mir nicht alles sagen, dann ist das für mich keine freundschaft. bestenfalls eine bekanntschaft. du sagst es ja selbst: manchmal hat man eben unangenehme dinge auszusprechen. aber es ist besser, das zu tun als es für sich zu behalten, wo es im inneren weiterarbeitet und die stimmung irgendwann so vergiftet, dass es überdimensional knallt. genau das meine ich mit diesem blogpost. wir haben nur ein leben. warum dieses damit verbringen, allen gefallen zu wollen und immer nur „das richtige“ zu sagen, damit es keinen stress gibt?

  5. Oliver Says:

    Nur mal so neugierig hinterfragt: wer sagt, dass Tiere nicht lügen können?

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