viagra online kaufen erfahrungen viagra kaufen auf nachnahme 1 viagra pille kaufen cialis online kaufen erfahrungen viagra mit online rezept kaufen kamagra oral jelly wien kaufen

das ist doch nicht normal!

„du bist doch nicht normal!“ – diesen satz haben wir alle schon mal gesagt oder gehört. dahinter steht eine der ewigen fragen: was ist denn eigentlich normal?

laut duden bedeutet normal: der Norm entsprechend; vorschriftsmäßig; so [beschaffen, geartet], wie es sich die allgemeine Meinung als das Übliche, Richtige vorstellt;(umgangssprachlich) normalerweise; (veraltend) in [geistiger] Entwicklung und Wachstum keine ins Auge fallenden Abweichungen aufweisend.

keiner würde sich als „normal“ im sinne von „spießig“ bezeichnen wollen und doch hat das wort diese konnotation angenommen. das normale ist verpönt, wird verlacht. ein gewisses streben nach außergewöhnlichkeit ist das minimum dessen, was vom modernen menschen erwartet wird. andererseits sind wir in unserem urteil darüber, was denn nun normal ist und was nicht, sehr schnell dabei.

normal, den regeln entsprechend, wie es sich die allgemeine meinung als das übliche, richtige vorstellt – was ist das? jeden tag aufstehen, malochen gehen, am wochenende das auto waschen und mit dem tatort den sonntag ausklingen lassen? dann sind viele menschen in meiner timeline bei twitter erschreckend spießig. zumindest, wenn man normal mit spießig gleichsetzt.

aber wie viele menschen scheinen nach außen hin „keine ins auge fallenden abweichungen aufweisend“? von wolfgang priklopil hätte bei seinem normalen leben, das er in der kleinen wiener vorstadt führte, auch niemand gedacht, dass er seit jahren ein mädchen im keller gefangen hält. wisst ihr, was eure nachbarn am wochenende machen, wenn sie das haus verlassen? wisst ihr, ob sie nicht vielleicht unter ihren spießerklamotten lack und latex tragen und auf dem weg in den nächsten swingerclub sind?

und der ältere herr, der vor mir in dieser wohnung wohnte – er wirkte völlig normal. trotzdem hatte seine frau ihn zwei jahre zuvor verlassen, weil der ehemalige preisboxer und quartalssäufer sie regelmäßig krankenhausreif schlug.

ist nicht das normale das außergewöhnliche geworden? in diesem ewigen hetzen darum, uns von der vermeintlich grauen masse abzusetzen, vergessen wir zuweilen, wie bunt es doch unter der sehr dünnen decke der normalität und spießigkeit zugehen kann. das außergewöhnliche ist längst zur uniform verkommen, individualität lässt sich nun mal nicht milliardenfach produzieren. oder doch? die natur schafft es. sie hat milliarden menschen geschaffen – und jeder ist anders. jeder ist ein individuum, völlig unabhängig von seinem lebensstil.

warum also verteufeln wir alles, was nicht unserem lebensumkreis, unserer vorstellung von normal, entspricht, als unnormal? die angst vor dem unbekannten, den abgründen. wenn ich die augen ganz fest zukneife, sieht mich auch keiner. genau das begünstigt die entwicklung des perversen innerhalb der normalität. was ist denn normal?

dieses normal ist letztlich immer eine definition des einzelnen. viel eher müsste die frage lauten: was ist in meiner welt normal? wenn ich am wochenende in den swingerclub gehe und dort freunde habe, die das auch tun, ist das für mich normal. meine nachbarn werden das vermutlich anders sehen. das normal, das wir bewerten, hat nur am rande mit den eigentlichen normen und gesetzen der gesellschaft zu tun. niemand ist eine insel und darum haben sich nun einfach einmal normen des zusammenlebens etabliert, die schon in im alten testament in form der 10 gebote zusammengefasst wurden. lügen, stehlen, fremdgehen, töten usw. gehört sich eben einfach nicht. unter den sieben todsünden finden sich nicht umsonst lauter dinge, die im übermaß genossen nicht nur spaß machen können.

normalität ist relativ im engsten sinne. sie steht in direkter relation zu dem, der sie definiert. jeder definiert seine normalität anders, weil jeder individuell ist. und nur, weil etwas gesellschaftlich als normal gilt, heißt das noch lange nicht, dass sich alle daran halten. verbotene früchte sind süß. ich rate nur dazu, mal hinter die kulissen des normalen zu schauen. dort tun sich abgründe auf – und paradiese.

und bei euch so?

2 Responses

  1. Chrisi Says:

    Schöner Artikel!

    Ich bezeichne mich als „normal“. Auch wenn ich weiß, dass manche Dinge an Mir (und seien es nur meine Tattoos) nicht normal scheinen. Und eben, wie Du es sagst, für jemanden, der in einer anderen Wirklichkeit und somit Normalität lebt. Trotz allem sind wir doch alle irgendwie gleich: Wir lieben, wir hassen und wir lachen. Und deswegen finde ich mich normal. Und jeden anderen eigentlich auch.

  2. markus Says:

    Hi Rachel
    seit ich aufgehört habe, anders sein zu wollen und akzepiert habe, meinetwegen ein Stück weit ein Spießer zu sein, lebe ich erheblich entspannter. Und das meine ich genau so 🙂

    lg Markus

Leave a Comment

Please note: Comment moderation is enabled and may delay your comment. There is no need to resubmit your comment.

beweise, dass du ein echter mensch bist!