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ich will dich – und dich und dich und dich…

„das war toll, dieses wochenende. tantra ist ja die beschäftigung mit der heiligen sexualität als therapeutischem ansatz. hach! großartig. und ich hab mich da verliebt. und weißt du was? sie will eine offene beziehung. genau wie ich.“ „ich kann ja mit dem begriff  ‚offene beziehung‘ nicht so wirklich was anfangen. was meinst du denn damit?“ „naja, eben dass man sich nicht gegenseitig einsperrt.“

sind beziehungen gefängnisse? ist es zwangsläufig so, dass man all seiner freiheiten beschnitten wird, sobald man sich ausschließlich an einen menschen bindet?

polyamorie ist „in“, ist „hip“. eine klärung des begriffes und der ihm zugrunde liegenden theorien überlasse ich wikipedia. faszinierend finde ich, dass eifersucht eines der größten probleme darstellt. wie jetzt, eifersucht? wenn doch alle bescheid wissen und jeder mal hier und mal da und mit jedem, wie denn dann eifersucht? ganz einfach: besitzansprüche an einen partner sind normal. ebenso wie verlustängste. die frage ist, wie man damit umgeht.

polyamorie hat im gegensatz zur offenen beziehung einen eher emotionalen ansatz. in letzterer geht es hauptsächlich um sex mit anderen partnern außerhalb der zweierkonstellation. überspitzt gesagt: „wir gehen jetzt eine beziehung ein, aber ich sage dir gleich schon mal, dass mir der sex mit dir nicht reichen wird.“ und an dieser stelle bin ich raus.

wenn ich von vornherein davon ausgehe, dass mein partner auf dauer nicht sexuell attraktiv genug für mich sein wird, dann kann ichs auch lassen. sicher kommt in einer langjährigen beziehung eventuell irgendwann der punkt, an dem der sex nicht mehr so spannend ist. man kennt den anderen in- und auswändig. man hat seine rituale. der sex läuft nach schema F ab. aber liegt hier nicht a) der reiz und b) die chance? was gibt es schöneres als einen körper, den man gut kennt, auf dem man wie auf einem instrument spielen kann, weil man weiß, welche tasten der klaviatur man anschlagen muss? was gibt es schöneres, als wenn der andere das genauso gut weiß und eine tiefe emotionale bindung diesen akt begleitet? man sich einig ist? soviel zu a). kommt ein paar an punkt b), ist es mal wieder an der zeit für kommunikation und ehrlichkeit. nur so kann man innerhalb seiner zweierbindung neues finden, das reizvoll ist. was auch immer das sein mag.

in einer singlebörse wurde ich vor nicht allzu langer zeit von jemandem angeschrieben, der dort ein vollständiges profil mit bildern und vorlieben usw. hatte. er wolle mich kennenlernen, fände mein profil spannend. ich schaute mir seines an und fand bei beziehungsstatus: in einer festen beziehung. auf nachfrage meinte er, seine freundin wisse nichts von der konkreten suche, wohl aber von seinem wunsch nach anderem und mehr sex. er habe schon mehrfach mit ihr darüber gesprochen, aber sie sei einfach nicht offen genug dafür. darum suche er jetzt eben einfach eine frau, die er ihr dann präsentieren könne in der hoffnung, dass sie dann nicht mehr zickt.

es wurde ein langer mailtaustausch. ich schrieb ihm, dass ich dafür mit sicherheit nicht zur verfügung stünde und dass ich es gelinde gesagt scheiße finde, was er da tut. seine idee von poly deckte sich zwar mit der grundidee, nur den teil mit „offenheit und ehrlichkeit“, den hatte er mal ausgeklammert. meine antwort darauf war, dass es hochgradig unfair ist, seinem partner einfach jemanden vor die nase zu setzen bzw. ihn erst im nachhinein über ein „abenteuer“ zu informieren, weil so die idee der mitbestimmung und des eventuellen vetos schlicht nicht gegeben ist. das ist dann einfach nur betrügen.

ich bin ganz ehrlich. für mich persönlich sind offene beziehungen und auch poly ausdruck von bindungsunfähigkeit. oft muss man gar nicht lange an der oberfläche der seele kratzen um zu sehen, wo der hase im pfeffer liegt. enttäuschungen, verlusttraumata, kaputte familienverhältnisse – ein großteil der polys und offenen, die ich bisher kennengelernt habe, sind schlicht therapiekandidaten, die sich mit ihrem inneren nicht auseinandersetzen wollen oder können und so versuchen, den gefühlen, die eine intensive zweierbindung mit allen konsquenzen mit sich bringt, zu entgehen. für mich hat poly und offen immer den unterton von unfähigkeit oder unwillen, verantwortung zu übernehmen (und ja ich weiß, dass die idee von poly anders ist!). unfähigkeit oder unwillen, sich fest an EINEN menschen zu binden. mit diesem kompromisse schließen zu müssen. die vorteile einer beziehung genießen wollen, ohne die vermeintlichen nachteile eingehen zu wollen. in einer beziehung leben und dabei single bleiben. keine verpflichtungen.  friends with benefits. fuckbuddies. wer sich nicht wirklich bindet, ist auch emotional nicht so angreifbar wie jemand, der sich komplett auf einen menschen einlässt. die tatsache, dass eifersucht in dieser form der beziehung das größte hindernis darstellt, zeigt für mich, dass es eben nicht so wirklich funktioniert.

die einzige freiheit, die wirklich beschnitten wird in einer mono-beziehung ist doch die: sex mit anderen fällt aus. aber wenn ich liebe, warum sollte ich dann mit jemand anderem schlafen wollen? wenn sexualität heilig ist, dann ist sie mir heilig genug, um sie innerhalb einer beziehung nur mit meinem partner zu teilen. ansonsten nutzt sich in meinen augen die heiligkeit schnell ab. aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich monotheistisch bin.

und bei euch so?

16 Responses

  1. Dagger Says:

    82% der Männer finden die Vorstellung, den Rest ihres Lebens nur mit DER EINEN richtigen Frau zu schlafen wunderbar. #umfrage #elitepartner.

    So schaut es wohl aus.

  2. matthiasr Says:

    »ein großteil der monos und geschlossenen, die ich bisher kennengelernt habe, sind schlicht psychopath_innen, die ihre unsicherheit auf ihre partner_innen projizieren und meinen, es sei in ordnung, einen menschen einsperren und besitzen zu wollen sei das einzig wahre glück. unfähigkeit und unwillen, sich mit menschen auseinanderzusetzen, stattdessen rückzug in fertige konzepte und „aber es ist doch die_der richtige“ statt echter kommunikation.«

    pathologisierung funktioniert in beide richtungen; nicht alles was du nicht kennst oder kannst ist gleich krank.

  3. egal. Says:

    oha. schade, dass du offenbar so wenig von polyamoren menschen hältst. meine polybeziehungen laufen seit 6, 4, 3 und 2 jahren. wie „bindungsfähig“ bist du denn?

    aber mal irrationale vorwürfe bei seite: poly oder mono zu fühlen ist keine entscheidung, sondern gegeben und keine beziehungsform ist richtig oder falsch. drama gibt es ebenso überall wie zuneigung und hingabe. also freu dich über deine glückliche ausschließliche beziehung und mach anderer menschen gefühlswelt nicht mies.

  4. rachel Says:

    @egal: ich halte von jedem menschen gleich viel. meine meinung bedeutet keine wertung des menschen. ich sage auch nicht, dass „mein weg“ der richtige ist und jeder andere falsch.

  5. rachel Says:

    @matthiasr: mir ist dein tonfall nicht ganz nachvollziehbar. würdest du mein blog öfter lesen, wüsstest du, dass es mir mitnichten um einsperren und besitzen wollen geht. ich bin nur einfach der meinung, dass es bestimmte dinge gibt, die exklusiv sind und es bleiben sollten, solange man nicht zusammen eine andere einigung erzielt. zusammen! nicht einzeln. dazu gehört für mich sex. meiner meinung ist es eben auch ein trugschluss zu denken, dass monogamie = gefängnis und besitzen wollen bedeutet.

    die ausschließliche einräumung bestimmter exklusivrechte macht für mich persönlich beziehung aus. das anders zu sehen, ist jedermanns/fraus recht. aber es ist wie in der religion: nur weil jemand etwas für toll hält, muss ich es ja nicht nachmachen. und umgekehrt.

  6. rachel Says:

    @dagger: echt? ist das so? hätte ich nicht gedacht.

  7. Anke Says:

    Doch, das sagst du. Und zwar sehr aggro. Ansonsten: Was Matthias sagt.

  8. rachel Says:

    @anke: nein. aber man kann natürlich auch dinge in texte hinein interpretieren.

    ich sage hier MEINE meinung. nicht mehr, nicht weniger. diese bildet sich aus MEINEN erfahrungen. was du oder jemand anderes hineinliest, ist geprägt von DEINEN/SEINEN erfahrungen.

  9. zizera Says:

    Menschen als Psychopath_innen zu bezeichnen ist jedenfalls irgendwie platt. Das hatte man ja früher so als Schimpfwort. Aber jetzt? Jetzt hat man sich schon mal Gedanken über so psychische Dinge gemacht und könnte das differenzierter Darstellen.

  10. Dagger Says:

    @rachel: Zumindest bei den von Elitepartnern befragten…

  11. yetzt Says:

    @rachel: du machst hier, wenn auch nicht explizit so benannt, richtig und falsch als kategorien auf. genau hier diskriminierst du. hinterfrag mal deinen standpunkt, geh mal kritisch an konzepte wie normalität ran.

  12. rachel Says:

    @yetzt: ich sage hier MEINE meinung. in MEINEM blog. darf ich, oder?

  13. neindanke Says:

    Liebe Rachel,
    ich habe deinen Blogeintrag und die Kommentare dazu mit viel Interesse gelesen und lange überlegt,ob ich auch etwas schreiben soll.
    Vielleicht werde ich meine Erfahrungen mit „Poly“ irgendwann einmal ausführlicher schildern.
    Im Moment bin ich nur froh und dankbar,dass es Menschen gab,die mich aufgefangen haben,nachdem ich beinahe an diesem Konzept zerbrochen wäre.

    Möglicherweise hatte ich einfach nur Pech mit dem Partner/Kreis der Beteiligten,von dem ich mich unter Druck gesetzt,ausgenutzt und zum Schluss völlig allein gelassen fühlte.

    Für MICH eine teuere Erfahrung, die ich kein zweites Mal machen möchte.

  14. rachel Says:

    @neindanke: danke für deinen kommentar.

    @yetzt: zum konzept normalität nur soviel: http://rachellindenbaum.de/1293/das-ist-doch-nicht-normal. ist nicht mal ne woche alt. man sollte eben nicht nur blind auf einen link klicken und rumkommentieren, sondern vielleicht auch mal den rest des entsprechenden blogs anschauen, wenn schon nicht lesen.

    @alle: ich habe hier niemanden als krank bezeichnet oder als unnormal. (wer sich jetzt künstlich am „therapiekandidaten“ aufhängen möchte: http://rachellindenbaum.de/1254/nachdenkliches) ich sage hier in meinem blog meine meinung. that’s it. mein recht. kommentare sind gern gesehen, auch sehr gern kritische. aber für alle kommentare gilt: sie sollten schon einen erwachsenen und sachlichen ton haben.

    das ist jetzt eine letzte ermahnung an kommentatoren. mir ist bewusst, dass dieses thema bewegt und polarisiert, darum habe ich darüber geschrieben, in meinen worten meine meinung ausgedrückt. ich habe niemanden beschimpft oder abgewertet und das möchte ich von kommentaren auch nicht. ich behalte mir ab sofort vor, unsachliche und verletzende kommentare zu bearbeiten oder gar nicht freizugeben.

  15. MonoAusErfahrung Says:

    Viele Polys legen ja Wert auf die Feststellung, dass es sich um eine sexuelle Orientierung und nicht um freie Entscheidung handelt – wie bei Homosexualität. Ich denke, mit dieser Heransgehensweise kommt man am weitesten.

    Dummerweise schwingt in „Eifersucht ist eigentlich unnötig und wir haben sie im Griff“ der Polys immer auch „wir sind fortschrittlicher, erwachsener, etwas besseres“ mit, während die Aussage „Wenn ihr keine Eifersucht empfindet, dann liebt ihr nicht richtig“ der Monos im Grunde ein Psychopathie-Vorwurf light ist.

    Ich denke, wenn man in sich hineinhorcht, wird man genauso leicht feststellen, ob man eine Neigung zu poly hat, wie es einfach ist festzustellen, ob man sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt. Besonders in Situationen, wo eine langjährige Liebe daran zu zerbrechen droht, dass sich ein Partner in jemand anderes verliebt, sollten alle Beteiligten *auch* darüber nachdenken, ob poly nicht ein Ausweg wäre, der eine Trennung und viel Schmerzen vermeidet.

    Wer sich allerdings in jemand verliebt, der/die von vornherein poly ist und sexuelle Freiheit verlangt, sich aber unwohl mit dem Gedanken fühlt, seinen Partner „zu teilen“, sollte besser die Flucht ergreifen und nicht ihm zuliebe versuchen, poly zu werden. Polys werden Nicht-Polys immer bewusst oder unbewusst vermitteln, dass ihre Gefühle irrational und *falsch* seien. Nahezu jeder Poly wird diesen Satz zwar scharf dementieren und es vielleicht auch selber glauben, aber zumindest auf unbewusster Ebene läuft das so. Vermitttelt zu bekommen, man sei irgendwie „falsch“ oder die eigenen Gefühle seien nicht adäquat, ohne dass wirklich eine psychische Erkankung vorliegt, kann den inneren Kompass ganz schön verbiegen und viel Leid hervorrufen, ganz vergleichbar mit Versuchen, Homosexuelle umzuerziehen. Geschichten wie diejenige von „neindanke“, hört man erstaunlich oft, wenn man sich umhört oder in den einschlägigen Foren bewegt.

    Die Angst des Neulings im Rudel ist jedenfalls nachvollziehbar: Wer schon 4 Partner hat, wird sich wesentlich leichter damit tun, sich von einem dieser Partner zu trennen, als wer nur einen hat.

    Jetzt werden die Polys wieder aufschreien aber dabei bleibe ich: Ich halte sexuell übertragbare Krankheiten für ein Problem. Wer nur eine Person eines ganzen Netzwerks vögelt, bekommt alles mal durchgereicht, was dort so kursiert. In der monogamen Beziehung muss ich nur *einer* Person trauen, im Poly-Netzwerk mehreren – und man hat kaum Einfluss darauf, wem, schließlich ist man ja dem ausgeliefert, wenn ein Partner sich mal wieder in wen ganz neues verliebt. Die Antwort ist natürlich Safer-Sex. Allerdings gehört für mich zu einer richtigen Liebesbeziehung auch ein HIV-Test und Sex ohne Gummi. Wenn dabei mehrere Partner im Spiel sind, kann ich nur mit einem Partner exklusiv unsafe Sex haben, ohne ein hohes Risiko einzugehen. Das läuft dann darauf hinaus, dass sich innerhalb der Poly-Gruppen Alpha-Pärchen bilden und „Erstmänner“und „Erstfrauen“ gemeinsam eine Primär-Beziehung führen, zu denen dann noch Sekundärbeziehungen kommen.

    Derlei Hierarchien sind allerdings etwas, das wir zumindest im Kontext der Liebe nicht gewöhnt sind. Unsere Kultur bietet kein Werkzeug, damit umzugehen, außer hilfloser Eifersucht. Wer als Zweitfrau oder Drittmann gerade neu dazu kommt, ist ganz schnell enttäuscht, wenn er/sie an Dingen wie Safer-Sex erkennt, wie weit denn die Liebe tatsächlich geht.

    Natürlich gibt es Gruppen, die untereinander unsafen Sex haben und sich nach außen hermetisch abriegeln. (Das ändert übrigens nichts daran, dass mit jedem weiteren Mitglied das Risko steigt, dass eine nicht vertrauenswürde Person dabei ist.) Normalerweise entscheiden alle Gruppenmitglieder gemeinsam, ob jemand neues in diesen Kreis aufgenommen wird. Mit dem Gedanken, einen ganzen Stall voller Leute gleich mit lieben zu müssen, wenn man sich in EINE Person verliebt hat, ist schonmal der Anfang dafür, emotional unter Druck zu geraten… Sogar wenn man auf einen Poly-Single trifft, der gar keine weiteren Partner hat, aber verlangt, jederzeit mit einem ankommen zu dürfen, ist das extrem verunsichernd.

    Natürlich ist der Umgang damit jedem selbst überlassen. Ich wiederhole , was ich am Anfang sagte: Wenn man Poly und Mono als sexuelle Orientierung wie Homo und Hetero begreift, ist die Lage klar, weil nur Idioten noch auf die Idee kämen, die jeweils andere Seite in irgend einer Form „bekehren“ zu können und wir den Lebensstil des anderen halt einfach akzeptieren. Ich favorisiere diese Sicht auf das Thema.

    Allerdings sollte man sich dann auch mit Aussagen wie „psychopathisch“ oder „nicht beziehungsfähig“ zurückhalten, da wir solche pathologisierenden Begriffe auch nicht mehr für Homosexualität verwenden. Polys sollten umgekehrt einsehen, dass gewöhnliche, nicht übertriebene Eifersucht nichts ist, was man Menschen mal eben so aberziehen kann, ohne ihrer Persönlichkeit Gewalt anzutun.

  16. Oliver Says:

    .. jedenfalls erstmal alles Gute zum Geburtstag 🙂

    Grüße aus Frankfurt

    Oliver

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