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stark. sein.

„und du denkst, ich bin stark und ich kenn den weg/ und du bildest dir ein, ich weiß wie alles geht.“ (ich+ich)

„was uns nicht umbringt, macht uns hart“, heißt es im volksmund. sind darum so viele der unglaublich starken und schönen menschen um mich herum tief im inneren so traurig, so verbittert? das tragische am starksein ist, dass man das selbst nicht von sich glaubt. menschen, die von sich bei jeder gelegenheit behaupten, sie seien stark, brechen oft bei der ersten herausforderung zusammen oder brauchen tricks, um den eindruck zu hinterlassen, sie seien stark. als beispiel sei hier nur kurz die unsägliche sarah dingens aus dem letzten dschungel-camp erwähnt. auch sie ließ keine gelegenheit aus, ihre stärke anzupreisen, um dann bei den kleinsten anstrengungen aufzugeben.

zu mir haben schon oft leute gesagt, ich wäre stark. vielleicht bin ich das. immerhin habe ich bis hierhin ziemlich viel mist erlebt und überlebt, ohne dem alkohol, den drogen oder dem suizid anheim zu fallen. diese stärke ist jedoch nicht einfach so gekommen. ich habe hier nie meine gesamte geschichte erzählt und vielleicht tue ich das auch nie. nur soviel: es gäbe genügend gründe, den oben genannten anheim zu fallen. ich will auch nicht jammern. es geht mir gut. ich habe eine schöne wohnung, einen job der mir spaß macht, auch wenn die auftragslage immer besser sein könnte. von meinem sporadisch auftretenden rheuma abgesehen bin ich gesund, meine katze ist es auch. ich habe freunde um mich herum, die mich auffangen, wenn es nötig ist.

doch um mich soll es hier heute gar nicht gehen. oder nur am rand. es geht mir um menschen in meinem umfeld. einige von ihnen sind gerade sehr traurig. einige haben viel durchgemacht. und doch sind sie noch da. halten am leben fest. gestern fragte mich ein freund, wieviel scheiße ein mensch ertragen kann. und ich antwortete ihm: viel mehr, als er glauben würde.

doch jedes loch, in das wir vom schicksal gerissen werden, hinterlässt tiefe narben auf der seele. mit der zeit heilen diese, sind vielleicht kaum noch sichtbar, aber sie sind da. und sie beeinflussen unser weiteres leben, ob wir das nun wollen oder nicht. „lege dich niemals mit jemandem an, der verletzt wurde, denn er weiß, wie man überlebt.“ auch so ein spruch. und das fazit bleibt das gleiche: wenn wir keinen weg finden, unsere schlechten erlebnisse in positive erkenntnisse umzuwandeln, bleibt die traurigkeit und noch viel schlimmer: die verbitterung.

ob nun in liebesdingen oder im beruflichen: niederlagen sind dazu da, um aus ihnen zu lernen. wenn du im größten misthaufen sitzt und um dich herum immer mehr mist auf diesen haufen geschaufelt wird, fragst du dich sicher nicht, wo der sinn des ganzen liegt. katastrophen haben die dumme angewohnheit, im sammelsparpack zu kommen. wenns kommt, dann dicke. es ist nicht vorbei, bevor die fette lady gesungen hat. aber mit der zeit lösen sich probleme. regeln sich zumindest. es findet sich ein weg. das leben geht weiter, die sonne jeden tag wieder auf und der erde in ihrem lauf ist es ziemlich egal, ob du morgen noch da bist oder nicht. glas halb leer oder halb voll? „und die welt dreht sich weiter und dass sie sich weiterdreht, ist für mich nicht zu begreifen, merkt sie nicht, dass einer fehlt?“ (glashaus). nein, tut sie eben nicht. aber um dich herum sind menschen, denen das auffallen würde. die dich vermissen würden.

wer stark ist, hat meist viel erlebt. wahre stärke hat nichts mit muskeln zu tun. nicht einmal mit intelligenz. wahre stärke hat damit zu tun, wie man mit schwierigen situationen umgeht und was man aus ihnen mitnimmt.

in diesem sinne: ich wünsche euch allen, zwei menschen aber ganz besonders, viel stärke.

5 Responses

  1. Orhan Says:

    zum thema „was heißt stark“ will ich nicht schreiben.

    aber zu “was uns nicht umbringt, macht uns hart” will ich was sagen und nicht, dass dies unter anderem ein motto der hitler jugend war. nur weil die typen den spruch verwendeten muss er nicht falsch sein.

    wenn ich mir den spruch anschaue, dann fällt mir immer wieder eines auf: alle scheinen davon auszugehen, dass es, was immer es sein mag, einen nicht umbringt. das ist aus meiner sicht die ausnahme. viele bringt es um, selbst wenn sie danach noch rumlaufen und atmen und sonst was tun. körperfunktionen sind kein sicheres indiz für leben. man kann innerlich sterben, bzw. tiefe wunden davontragen, die nicht verheilen, die nicht stärken, sondern schwächen, gar entpersönlichen.

  2. rachel Says:

    @orhan: ja, du hast recht. es gibt verletzungen, die machen aus menschen zombies. es gibt verletzungen, die nie verheilen. es gibt verletzungen, die machen nicht stark. aber ich bin der festen überzeugung, dass es immer einen weg aus einer krise gibt. und dass in der rückschau vieles, das meiste, einen sinn ergibt. das ist nicht nur meine erfahrung, sondern ich habe es bei vielen menschen in meiner umgebung gesehen.
    und ich weiß, es klingt vermessen oder arrogant oder abgehoben oder esoterisch – aber wenn ich merke, dass mich eine verletzung nicht loslässt, dann rede ich darüber. oder ich suche mir professionelle hilfe. verletzungen und schmerz einzuschließen ist nie der weg. manchen schmerz muss man auch zweimal erleben, um ihn verstehen zu können und damit zu überwinden.
    traumata aus der kindheit sind solche geschichten, weil sie in einer zeit passieren, in denen der charakter nicht voll ausgebildet ist, das weltbild sehr begrenzt und der kreis der menschen um einen herum sehr einflussreich ist. hinzu kommt die abhängigkeit. das hirn schaltet in den „überleben!“-modus und schließt schlechtes und böses aus und weg. das ist notwendig, um überleben zu können. und es ist notwendig, diesen schmerz eines tages herauszulassen, um dann mit ihm fertig zu werden. die narbe bleibt fürs leben, natürlich. aber in einem zweiten erleben eines traumas erkennen wir oft dinge, die wir als kind nicht erkennen konnten.
    und nein, ich glaube nicht, dass das überleben eine ausnahme ist. dafür kenne ich zu viele großartige, starke menschen in meinem umfeld, die sich selbst dieser stärke oft nicht bewusst sind. an krisen kann man scheitern oder wachsen. und ich denke, die regel ist eher (meiner erfahrung nach) das wachsen.

  3. Orhan Says:

    widerspreche deinen aussagen nicht, aber jetzt kommt das aber: an dem spruch stört mich vor allem die grundannahme, dass man überlebt. das tut man eben nicht immer. und nur um etwas klar zu stellen: mich betrifft es nicht. in meinem leben gab es kein ereignis, das mich kaputtgemacht hätte, aber jedes mal, wenn jemand mit dem spruch ankommt, stört mich die grundannahme, dass man es ja am ende schaffen wird und dann besser dasteht als zuvor. das geschieht eben nicht immer. aus meiner sicht deutlich seltener, als das gegenteil.

    erinnert mich an dokus und bücher über künstler oder ähnliche menschen, die jahrzehntelang keinen fuß auf den boden kriegen und am ende ihren durchbruch erleben. auch das ist nicht die regel. wenn man es seit jahren oder gar jahrzehnten versucht, ist es deutlich wahrscheinlicher, dass sich nichts an der situation ändert, als dass man „entdeckt“ wird.

  4. Orhan Says:

    hat dir irgendwas an meinem zweiten kommentar (der ewiderung auf deinen kommentar) missfallen? kann mir nicht vorstellen was das sein sollte. sehe den kommentar jedenfalls nicht.

  5. rachel Says:

    @Orhan: SORRY! ist untergegangen. ich hab zwar die mail dazu gelesen, aber dann vergessen, ihn freizuschalten. keine böse absicht oder missfallen!

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