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reden ist…

…gold, schweigen ist alufolie.

zumindest ist das mein credo. schweigen ist mir unerträglich. was nicht bedeutet, dass ich ununterbrochen plappern muss. natürlich kenne auch ich angenehmes schweigen, wenn alle anwesenden zufrieden sind und es keinen grund gibt, zu reden.

es bedeutet schlicht: rede mit mir. ich hasse spielchen. ich bin aus dem alter raus, wo ich cool tun musste, um ein bild zu erfüllen, von dem ich dachte, dass andere es von mir erwarten. ich hasse spielchen á la „jetzt haben wir uns kennengelernt und mögen uns auch, aber wenn ich dich jetzt anrufe, bin ich uncool, weil es aussieht, als würde ich dir nachlaufen.“ und wenn es so wäre? wer sagt denn, dass der andere nicht genau darauf hofft und genauso denkt und es deswegen nicht tut? is doch echt albern…

kennt ihr „mondscheintarif“? ein ganzes buch, das davon handelt, dass eine frau zuhause sitzt und darauf wartet, dass ER sie anruft. im grunde ist zwischen ihnen alles klar, aber ein missverständnis und schon ist sie unsicher, ob wirklich alles klar ist. (ja, so sind wir manchmal eben.) sie denkt, er müsse sie jetzt anrufen, um das missverständnis aufzulösen, er ruft nicht an, weil er von dem missverständnis gar nichts weiß. sie hat ihn des nächtens arm in arm mit einer anderen gesehen, aber statt nachzufragen, was das war, geht sie davon  aus, dass er sie betrügt. anstatt ihn anzurufen und wenigstens zur schnecke zu machen oder vorbeizufahren und dasselbe zu tun, sitzt sie zuhause und hadert mit sich, ihrem leben, ihren ex-beziehungen und ihrem körper (ja, so sind wir. nicht immer, aber doch.).

am ende trifft sie diese frau, die ihr erklärt, was eigentlich los ist. und es kommt von der anderen folgendes zitat:

warum ziehst du einen wonderbra an, wenn du mit ihm verabredet bist? warum tust du so, als würde er dir nichts bedeuten, obschon du über beide ohren in ihn verliebt bist? warum rufst du ihn nicht zehnmal am tag an, wenn dir danach zumute ist? […] er wollte auch cool wirken […]

Sie fragte mich, ob wir nicht zu alt sind für solche kindereien. sie habe keine lust mehr auf diese spielchen, und wenn ich sie mögen würde, dann solle ich es ihr gefälligst zeigen. sie sei schließlich keine therapeutin und habe es satt, das dämliche verhalten anderer leute zu interpretieren.

das gesamte buch über verbringt die heldin damit, ein bild von sich zu erschaffen, dass der realität nie standhalten könnte. weil sie glaubt, dass es von ihr erwartet wird.

doch letztlich ist es doch so: erst da, wo wir ganz wir selbst sein dürfen, sind wir es auch. dieses recht kann man sich nehmen, sollte man sich nehmen. das leben ist zu kurz, um sich selbst und andere zu belügen, um sich selbst und anderen etwas vorzumachen, weil man glaubt, man sei so wie man ist nicht gut genug. nach wessen ansprüchen denn? denen eurer eltern an euch? könnten sie ihre eigenen ansprüche erfüllen? denen eurer freunde an euch? wenn die welche haben, sind es dann freunde? die eures partners an euch? welche ansprüche hat denn die liebe? tu dies, änder das, mich stört jenes? ist das liebe?

bleiben die ansprüche, die man an sich selbst hat. und die sollte man immer mal wieder auf den prüfstand stellen und auf ihre realitätstauglichkeit prüfen.

achja, eigentlich wollte ich ja übers reden reden. irgendwer hat hier mal kommentiert „nur den redenden kann geholfen werden“. woher soll irgendjemand außerhalb deines kopfes wissen, was innerhalb deines kopfes vorgeht, wenn du nicht darüber redest? besonders in diesen komplizierten zwischenmenschlichen geschichten, in denen es um irgendwie mehr geht als nur eine nacht oder einer denkt, es ginge um mehr und der andere merkt es auch, sagt aber nix, weil er keine schlafenden hunde wecken will: die sind schon wach! und kläffen sich die seele aus dem leib. und mit jedem tag, der vergeht, benehmen sich diese köter irrer, fangen an, um sich zu beißen.

der einfachste weg, wenn es für dich nur eine nacht war, ist der: sag einfach, dass es nur das war. das ist das leckerli, mit dem sich die hunde winselnd zwar, aber ansonsten ruhig in ihre hütte verziehen. ja, das tut manchmal weh, manchmal auch beiden. aber es ist besser so als wenn sich da ein berg an ungelösten konflikten aufbaut. erzähl nicht erst, dass du den anderen natürlich wiedersehen willst und ruf dann nie wieder an in der hoffnung, dass der andere es so schon merken wird.

der einfachste weg, wenn dich etwas nervt, ist: sag einfach, was es ist. dann muss der andere nicht ewig grübeln (ich weiß nicht, ob ihr männer das auch tut, aber wir tun das). der einfachste weg, jedes problem zu lösen, ist der: sag was. auch, wenn es unangenehm ist, oder dir peinlich oder den anderen verletzen könnte. sag es. rede darüber. in 99,99 prozent aller fälle reagieren die menschen bei weitem nicht so dramatisch, wie du dir es vorher ausgemalt hast. weil etwas für dich eine katastrophe ist, muss es das für andere noch lange nicht sein. jeder mensch, mit dem du redest, ist die chance für eine neue sicht auf dein problem und bringt dich einen schritt weiter auf dem weg zur lösung.

reden ist gold, schweigen ist alufolie.

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