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leben 2.0 – fluch oder segen?

berufsbedingt verbringe ich einen großen teil des tages online. das führt natürlich dazu, dass ich mich auch in netzwerken herumtreibe. es gibt mich bei facebook, bei twitter und noch an einigen anderen orten. doch was ist das leben 2.0 nun wirklich? als rachel lebe ich recht öffentlich – vermeintlich. wer mich gut kennt, weiß, dass rachel nicht 100% mir entspricht. ich benutze sie, um dinge in worte zu fassen, die ich sonst nicht fassen kann. ich benutze rachel auch als therapie. und über twitter beispielsweise bekomme ich als rachel feedback, das ich sonst vielleicht nicht bekommen würde.

es gibt ein paar arme würstchen auf dieser welt, die vollkommen online leben. die ihre freunde nur im netz suchen und vermeintlich auch finden. menschen, die das haus nicht oder kaum verlassen und dann der illusion verfallen, dass reaktionen im netz der wahrheit entsprechen. so ist es bei mir nicht.

das web 2.0 ermöglicht mir, indirekt direkt mit anderen zu kommunizieren. ich schreibe im blog und bekomme kommentare. ich twittere und bekomme antworten oder direkte nachrichten. mit manchen twitterern habe ich auch schon gechattet. einige habe ich schon getroffen. denn am ende ist es eben doch der direkte kontakt, den wir suchen, offline, mit in die augen schauen und direkt reden, nicht in 140 zeichen.

an tagen, an denen es mir nicht gut geht aber bevorzuge ich die virtuelle welt, denn in ihr muss ich nicht mein gesicht verstellen, damit keiner merkt, dass die tränen mir in den augen stehen. ich muss niemandem erklären, warum ich traurig aussehe. ich kann mich so geben, wie ich es an diesen tagen in der realen welt nicht könnte. das gibt mir ein wenig sicherheit zurück und auch auftrieb. denn der kontrollverlust, der mich momentan oft heimsucht, ist das schlimmste an meiner situation. mir entgleiten die dinge und damit kann ich nicht leben. in meiner virtuellen welt habe ich sie unter kontrolle.

wenn ich aber „draußen“ bin, mit freunden, bei einem drink oder beim grillen, oder auch allein am see mit einem guten buch, dann vermisse ich mein online-leben nicht. auch wenn es situationen gibt, in denen ich denke: ach, das wäre jetzt einen tweet wert und ich merke mir die worte. ich komme nach hause und sie sind weg.

und das ist auch gut so. denn ein ausgewogenes verhältnis zwischen real und virtuell braucht es schon, ebenso wie das wissen, dass die virtuelle welt schneller, härter und unbarmherziger ist als die reale. mit einem klick wird man entfolgt, aus kontaktlisten geworfen, eventuell sogar diskreditiert und was man für eine freundschaft oder wenigstens gute bekanntschaft hielt, ist verschwunden. im wahren leben müssen wir uns unserem selbst stellen, uns auseinandersetzen. wir können niemanden entfolgen oder blocken, nur weil uns nicht passt, was er gerade sagt. und auch, wenn ich einige meiner follower bei twitter nicht mehr missen möchte: wenn mich jemand vor die wahl stellen würde, twitter oder meine freunde, ich würde meine freunde wählen.

und bei euch so?

2 Responses

  1. Monika Says:

    Ich bin ja erst seit Anfang dieses Jahres „online“. Angefangen hat es mit XING. Ich fragte ein Jahr zuvor einen Trainer, ob er Jobbörsen in meiner Berufssparte wüsste, er lud mich darauf hin zu XING ein. Ich hatte mir das dann kurz angeschaut, aber kein Interesse an einer online Plattform gehabt. Nachdem mir von Kollegen gesagt wurde, dass sie Jobangebote über XING erhalten hatten, regte sich mein Interesse und ich richtete mir ein Profil ein. Ich schaute mich in diversen Gruppen um, schnupperte, lernte und entschied für mich, dass online nur Spaß macht, wenn man auch die Möglichkeit hat, die Menschen, mit denen man in Kontakt kommt zu treffen. Ich empfand alles andere als nicht real. Also gründete ich mit einer Freundin als Konsequenz darauf eine lokale Graz Gruppe. Auch wenn ich diese Aussage nicht mit Statistiken belegen kann, trieben wir die Gruppe innerhalb von 2 Wochen zu einer der aktivsten Gruppen im XING. Wir organisierten 3-4 mal die Woche Treffen, sei es ein After-Work Getränk, Kinobesuche, Essen, Salsa und noch so einiges mehr. Es war wie ein kleines Projekt. Meine Freundin und ich prägten die Gruppe und hielten sie als Moderatoren aktiv. Der Reiz daran war einfach, Menschen kennen zu lernen, die man ohne Internet wahrscheinlich nie kennengelernt hätte. Aus völlig anderen Berufssparten, Lebensumständen und sozialen Schichten. Ich möchte an dieser Stelle auch sagen, dass alle nett, freundlich und offen waren. Es hatte Spaß gemacht. Vier Wochen nach Gründung der Gruppe passierte es, dass eine befreundete Moderatorin einer anderen Graz Gruppe ein Mitglied rausgeschmissen hatte. Es gab vorher eine online Diskussion, er fühle sich ungerecht behandelt und schrieb ihr danach auch noch Drohnachrichten. Es kam zu einer Diskussion über die Pflichten der Moderatoren, wie wir uns verhalten sollten. Derjenige, der aus der Gruppe geworfen wurde, war auch in meiner Gruppe und trug die Diskussion bzgl. Pflichten der Moderatoren auch hier hinein. Ich wollte das nicht unterbinden, hörte mir alle Argumente an, blieb aber passiv, telefonierte mit meiner Freundin und wir entschlossen uns, die Gruppe aufzulösen. Das Thema wurde einen halben Tag diskutiert, dann kündigte ich die Auflösung der Gruppe an und schloss zugleich die Gruppe. Drei Stunden später gab es die Gruppe nicht mehr. Wir bekamen seltsame Nachrichten von Leuten, die jetzt nicht mehr wussten, was sie mit Ihrer Freizeit anfangen sollten. Das war …. bemitleidenswert. Wir hätten diese offline Aktivitäten mit oder ohne XING Gruppe durchgeführt. Wir hatten die anderen teilnehmen lassen. Es war für uns kein Ersatz für Freundschaft oder ein aktives Leben.
    Warum ich die Gruppe einfach geschlossen hatte? Wenn man mir nicht die Freiheit gibt, zu sein wie ich nun mal bin, ziehe ich mich zurück. Es ist Internet! Nicht mehr und nicht weniger. Kein Grund sich zu verstellen, Kompromisse einzugehen.

    Eine online Bekanntschaft machte mich auf Twitter aufmerksam. Ich war erst nicht sonderlich motiviert. Später dann, kam dieses Thema wieder auf und ich meldete mich an. Das ist jetzt ca. 2 Monate her. Zuerst postete ich hauptsächlich meine Gedanken. Nach und nach wurde es immer mehr zu einer Unterhaltung. Man umgibt sich mit Menschen, die witzig und interessant sind. Man liest sich, witzelt und flirtet. Man fühlt zu manchen eine gewisse Verbundenheit. Nimmt Teil am Leben von Menschen, die man nicht kennt. Mit dem Hintergrund, dass jeder auf Twitter ein Fake sein kann, ist das schon eine seltsame Geschichte. Die Internet-Familie hat ihre Berechtigung. Sie unterhält, motiviert, stimmt nachdenklich. Aber ich stimme voll zu, sie kann nur eine Ergänzung und kein Ersatz für das reale Leben sein. Wer sich nur im Netz glücklich fühlt, sollte seinen Internetzugang sofort abmelden. Ich selbst habe immer Phasen, in denen ich abends sehr viel unterwegs bin, dann auch wieder Phasen, in denen ich es ruhiger angehen lassen, mehr Zeit zuhause verbringe. Wenn ich in der Arbeit, oder zuhause bin, merke ich, dass Twitter ein gewisses Suchtpotential hat. Mal schnell schauen, was es neues gibt.

    Für mich ist Twitter keine Therapie, sondern Lust am witzeln, flirten, zu“lesen“ und mitteilen. Ich bin und verhalte mich online genau gleich wie offline.

    Ich stimme voll zu, dass die virtuelle Welt schnelllebiger, kompromissloser und vielleicht auch grausamer ist. Es gibt aber auch Menschen, die mit Herz virtuell sind. Gerade so wie auch im realen Leben. Der Unterschied ist vielleicht, dass es online viel einfacher ist, zu blenden.

    Online oder offline? Ich würde mich, vor die Wahl gestellt, natürlich für offline entscheiden. Da kann man dann auch wirklich gemeinsam essen und trinken. Ich weiß aber auch, dass sich online schon Freundschaften und Liebesgeschichten entwickelt haben, die mit Sicherheit keiner missen möchte.

  2. Lisa Nettlenbusch Says:

    Liebe Rachel,
    du sprichst mir aus der Seele. Schon seit es das Internet gibt ist es für mich eine nützliche Quelle um Kontakte zu bekommen, die ohne nie möglich wären. Bei mir fing es damals in einem kleinen Sharukh-Khan-Fan-Forum an. Zur Info: indischer Schauspieler aus Bollywood. In diesem Forum konnte ich mich erstmals mit Gleichgesinnten frank und frei unterhalten und ins Gespräch kommen über ein Thema, das in meinem privaten realen Umfeld nicht so viel Anklang findet. Dort waren wir ungefähr 20 Mitglieder und nach einer Zeit auch teilweise sehr vertraut. Schließlich haben wir uns sogar getroffen im realen Leben in Berlin, ein ganzes Wochenende lang. Diese schöne Erfahrung möchte ich nicht mehr missen. Mit der Zeit veränderten sich meine Interessen und ich entdeckte bookcrossing.com für mich. Dort kann man Bücher registrieren und anschließend in der freien Welt liegen lassen, auf dass sie ein anderer Gleichgesinnter finden möge. Auch dort gibt es regionale Treffen und ich freue mich immer wieder dort neue Menschen kennen zu lernen.
    Und jetzt kommt Twitter. Ich nutze Twitter auch um mich ein wenig selbst zu produzieren. Ich mache dabei keinerlei finanziellen Gewinn. Ich schreibe einen Blog, indem ich Gedanken veröffentliche, die ich manchmal im realen Welt so nicht aussprechen kann. Der Blog ist meine Therapie und Twitter sorgt dafür, dass er auch gelesen und wahrgenommen wird.
    Dennoch spielt sich der größte Teil meines Leben in der realen Welt ab. Mein Freund, der mit dem Internet überhaupt nichts zu tun hat, ist meine Rückversicherung. Es ist auch leider gar nicht immer möglich sämtliche Tweets zu lesen, aber es ist doch schön, das Gefühl zu haben, das rein theoretisch immer jemand da ist, der einem zuhört.
    Ein wirklich schöner Beitrag!
    Gruß, Lisa

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