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erinnern

wer kennt sie nicht, diese situationen. manchmal möchte man einen augenblick aufsaugen, konservieren und für immer festhalten. doch selbst mit kamera oder bild funktioniert das nur selten. weil etwas fehlt. es fehlen die geräusche, gerüche. kleine nuancen, die genau diesen moment genau so wertvoll machen.

dann hören wir irgendwann diese musik, die gerade lief, eine stimme, die sehr ähnlich klingt oder genau das brummen eines autos, das uns unweigerlich an diesen augenblick erinnert. oder wir gehen durch eine menschenmenge und auf einmal ist er da, dieser bestimmte duft, der uns daran erinnert, wie schön es war.

in meinem leben gibt es viele solche momente. leider geraten sie allzu oft in vergessenheit, aber ein duft, ein geräusch, eine ähnliche situation können sie wieder erwecken und ich erinnere mich. nicht immer ist das nur schön, denn viele dieser momente in meiner erinnerung sind nicht nur super, viele auch sehr traurig, nichtsdestotrotz aber wichtig.

wenn mir auf der straße unvermutet ein boxer begegnet, in den farben meiner schnuppi und vielleicht mit einer ähnlichen blässe, dann sehe ich sie wieder vor mir. in dieser tierarztpraxis. ich kann die praxis riechen, ich kann sie riechen, ihr fell riecht nach sonne, sie war draußen, kurz vorher, die blase entleeren, damit es nicht so eine schweinerei gibt, wenn mit dem tod der schließmuskel versagt. absurde und gemein scheinende, pragmatische handlungen. und doch sorgten sie dafür, dass ihr gesicht in meiner erinnerung immer nach sonnenduftigem boxerfell riechen wird.

einmal ging ich einkaufen, es war ein heißer, schwüler tag. als ich aus dem supermarkt kam, roch es irgendwie dumpf. es roch nach kuba. kuba hat in meiner erinnerung einen leicht modrigen geruch. es war heiß und schwül zu der zeit, als ich da war und besonders morgens roch es nach modrigem meer. dieser geruch wurde über den tag von sonne und wind weggeleckt, nur um am nächsten morgen wieder alles zu beherrschen. oft stand ich auf dem weg zum frühstück am weg, der zum strand führte, mit geschlossenen augen und sog diesen geruch in mich ein, um ihn nie zu vergessen. am letzten tag ging ich morgens an den strand und füllte eine leere filmdose mit feuchtem sand. ich hoffte, so den morgendlichen geruch konservieren zu können. doch ihr ahnt es: es ist nicht gelungen. wenn ich mich heute an kuba erinnern will, bleiben mir fotos, der geruch von kokos (mein sonnenspray roch so) und – meine erinnerung. und die dose voll sand. nicht mehr, aber auch nicht weniger.

und manchmal gibt es auch menschen, die man beim abschied konservieren möchte, weil der augenblick einem sagt, dass ein baldiges wiedersehen gar nicht oder erst in unbestimmter zeit vorgesehen ist. besondere menschen begegnen einem nicht oft. vielleicht öfter, als wir uns die zeit nehmen, es wirklich herauszufinden. aber wenn man einen solchen menschen findet, und ein abschied steht an, dann, ja dann sollte man sich alles genau anschauen. mit geschlossenen augen den duft einatmen und abspeichern. das gefühl einer berührung konservieren. die kleinen falten um die augen ebenso abspeichern wie das gefühl, das die lippen verursachen, wenn sie sanft über die wange streichen. das gesicht, das dieser mensch macht, wenn er lächelt, wenn er lacht, wenn er ernst ist oder wenn er nachdenkt. das gefühl bewahren, wie es ist, wenn sich der andere körper an einen drückt, wenn die arme uns umschließen. die geräusche beachten, die wir machen in diesem moment mit ihm, die uns umgeben. dann, und erst dann, werden wir ihn überall wiedererkennen. selbst mit geschlossenen augen.

3 Responses

  1. Marie Says:

    Hach, das kenne ich..bei mir sind es aber meist Lieder, die Erinnerungen auslösen.
    Gerüche eher selten..eine Ausnahme gibt es: kalter Zigarrenrauch und selbst gebackene Kekse..so roch es bei meinem Urgroßvater. Ich kann mich kaum an ihn erinnern – er starb als ich 5war – aber den Geruch kenne ich auswendig.
    Und wenn ich einen geliebten Menschen nach langer Zeit wieder sehe oder nach zu kurzer Zeit verlassen muss, rieche ich an ihm..sauge den Duft auf und versuche ihn zu behalten und in meinem Herzen zu tragen.

  2. scoottery Says:

    Ich kann zu 100% nachvollziehen, was Du meinst. Ganz plötzlich wird man von Erinnerungen überrascht – ausgelöst durch einen Duft, ein Lied, eine bestimmte Stimmung oder durch andere Dinge, die unterbewusst mit etwas Vergangenem verknüpft sind – ohne dass man es wirklich weiß. Solche Erinnerungsmomente können wunderschön sein, können einen traurig stimmen, nachdenklich, ängstlich – eben in all die Gefühlslagen zurückversetzen, die man in der „Original-Situation“ empfunden hat. Diese Erinnerungen sind kostbar. Auch, wenn sie nicht immer nur positive Gefühle auslösen. Sie machen uns zu emotionalen Wesen, bereichern unser Leben und lassen uns auch kleine Momente als weniger selbstverständlich ansehen. Es ist etwas sehr wertvolles, so empfinden zu können und darum zu wissen!
    Ich drück dich!

  3. martini_ganz Says:

    Das Auslösen von verschütteten Erinnerungen durch Gerüche kenne ich gut. Angeblich ist das Geruchsgedächtnis eines der ältesten, genauesten und zuverlässigsten im Menschen. Viel älter als Gesichter merken.
    Egal ob gute oder schlechte Erinnerung, wichtig ist die Vergangenheit jedenfalls.

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